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Anker

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Dieser Artikel behandelt den Anker eines Schiffes. Für weitere Bedeutungen des Wortes "Anker", siehe bitte Anker (Begriffsklärung).


Ein Schiffsanker ist ein Gerät, um ein Boot, ein Schiff oder ein Schwimmendes Gerät vorübergehend oder dauernd auf Grund oder auf Eis festzumachen.


Anker halten auf Grund ihres Gewichtes und ihrer Form.


Inhaltsverzeichnis


1 Formen von Ankern

2 Ankergeschirr

3 Anker auf Seeschiffen

4 Vorgang des Ankerns

1 Siehe auch


Formen von Ankern

[Bild extern:] Patentanker


Vorwiegend auf Grund ihres Gewichtes halten ein schwerer Stein und der klassische Stockanker, früher auch als Admiralitätsanker bezeichnet. Die Form spielt die entscheidende Rolle beim Pfluganker, beim Plattenanker und bei verschiedenen Patentankern. Eine Sonderrolle spielt der Pilzanker, mit dem Feuerschiffe für längere Zeit festgemacht werden. Der vier- oder sechsarmige Draggen ist eigentlich kein Anker, sondern dient zum Fischen von über Bord gegangenen Gegenständen. Trotzdem wird er auf Sportbooten wegen seines geringen Platzbedarfs gelegentlich als Anker mitgenommen.


Treibanker sollen die Abdrift verringern oder ein Wasserfahrzeug im Wind oder in der Strömung halten. Sie leisten Widerstand durch den Zug im Wasser ohne Grundberührung. Sie können aus einem schwimmenden größeren Gegenstand bestehen oder aus einem trichterförmigen Segeltuchsack an einer Leine.

Ankergeschirr

Das Ankergeschirr besteht aus dem Anker, dem Ankerschäkel (oft ein Wirbelschäkel), der Ankerleine und dem Kettenvorlauf. Leine und Vorlauf können durch eine durchgehende, lange Ankerkette ersetzt werden. Dies ist jedoch nur auf Schiffen üblich. Auf Yachten bis ca. 10 m Länge wird aufgrund des geringeren Gewichts meist mit Ankerleine und Kettenvorlauf gearbeitet. Im weiteren Sinn zählen auch Hilfsmittel wie Ankerlagerung, Ankerkran, Ankerrolle, Ankerwinde, Ankerball und Ankerlicht zum Geschirr.


Anker auf Seeschiffen

Der heute auf Seeschiffen gebräuchliche Anker, ist der Patentanker. Für Schiffe der Kriegsmarinen, besonderen Arbeitsschiffen, früher auch Feuerschiffen, Leuchttonnen usw. gibt es spezielle, für diese Schiffstypen geeignete Anker.


Der Anker ist durch einen Schäkel mit der Ankerkette verbunden. Eine Schäkelbefestigung deshalb, um eine geschweißte oder geschmiedete Verbindung zu vermeiden. Die Kette selbst ist aus Längen von 25 Metern zusammengesetzt, durch Schäkel miteinander verbunden. Jeder Schäkel ist mit einer hellen Farbe markiert, um beim Hochholen des Ankers die eingeholten Schäkel leichter erkennen zu können und damit die Länge der gesamten Ankerkette. Jedes Kettenglied (Schake) ist durch einen Steg (Querstütze) verstärkt.


Die Ankerkette läuft beim Hieven des Ankers durch die Ankerklüse auf das Schiffsdeck. Dort weiter durch einen mechanischen Kettenstopper in das Zugrad der Ankerwinde. Und weiter in den Kettenkasten.


Jedes Schiff hat auf der Back zwei Ankerwinden mit jeweils einem Anker. Dazu mindestens einen Reserveanker. Die Ankerwinden werden im Hafen an der Pier als Festmacherwinden oder Verholwinden benutzt.


Vorgang des Ankerns

Ein Anker wird nicht geworfen, sondern fallen gelassen. Das Heraufholen wird Lichten genannt. Der Ankergrund soll geschützt liegen, dem Anker zuverlässig Halt geben und dem Fahrzeug ausreichend Raum zum Schwojen bieten. In kritischen Lagen muss eine Ankerwache an Bord bleiben. Zwei Anker können zur Erhöhung der Haltekraft verkattet werden.


Zur Beschleunigung des Ankervorganges wird nach Grundberührung des Ankers, das Schiff mit der Maschine und Propeller ein Stück zurück verholt. Bei Ankerhieven fährt man dem Anker entgegen, um die Kette zu entlasten und damit der Ankerwinde die Arbeit zu erleichtern.


Bei Seeschiffen muß die Ankerkette so lang ausgefahren sein, dass der Anker flach auf dem Meeresgrund liegt. Dann bohren sich seine beiden Flunken in den Boden und halten die Kette dort fest. Die Länge der ausgefahrenen Ankerkette hängt zunächst von der Meerestiefe am Ankerplatz ab. Auf den ersten Metern liegt die Kette auf dem Meeresgrund und macht dann einen leichten Bogen nach oben zu Schiff. Bei wenig Wind und ohne Seegang beträgt die Kettenlänge das 2-3 fache der Wassertiefe. Bei Seegang und Starkwind muss bis zum 6-fachen der Wassertiefe an Kettenlänge gesteckt werden.


Siehe auch



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