Ananizapta ist eine mittelalterliche Bannformel, die auf Stadttoren, Kirchenglocken oder Amuletten das Böse abhalten soll. Sie bedeutet: Verflucht sei der Teufel durch die Taufe des Johannes. Erstmals belegt ist sie in einer Erfurter Handschrift aus dem Jahre 1349. Zu finden ist sie auf zwei Stadttoren in Ingolstadt, dem Middleham Jewel (Nationalmuseum York, Großbritannien), einem Silberkelch (frühes 16. Jhd. - Victoria and Albert Museum, London) und einem Ring, den Goethe1749 erhielt.
Die Deutung des Begriffs gelang erst 1995 dem Ingolstädter Historiker Werner Karl.
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