Das Wort Amok (malaiisch meng-âmok, in blinder Wut angreifen und töten) bedeutet eine psychische Situation, die durch Unzurechnungsfähigkeit und absolute Gewaltbereitschaft gekennzeichnet ist.
Die Täter, die in einer solchen Ausnahmesituation Straftaten begehen, nennt man Amokläufer oder auch Amokschützen, falls Sie Schusswaffen gebrauchen, oder Amokfahrer, falls Sie Fahrzeuge einsetzen.
Monokausale Erklärungsansätze scheitern bei der Erklärung des Phänomens. Vielmehr müssen soziale als auch individuelle Voraussetzungen einbezogen werden. So kann die verbreitete Erklärung des Amoklaufs als direkte Wirkung einer lediglich individuellen psychischen Störung als widerlegt betrachtet werden.
Am 11. Juni1964 läuft Walter Seifert (* 1922; † 11. Juni1964), ein Kriegsveteran, mit einem selbstgebauten Flammenwerfer in der katholischen Volksschule im Kölner Stadtteil Volkhoven amok. Er tötet sieben Schülerinnen, einen Schüler und zwei Lehrerinnen und fügt 21 Kindern Brandverletzungen zu. Während des Amoklaufes nimmt er das Pflanzenschutzmittel E605 zu sich und stirbt daran am Abend des Tages. (Quelle: 1)
Amoklauf in Dunblane (Schottland)
Am 13. März1996 erschiesst ein 43-jähriger Mann 16 Erstklässler und deren Lehrerin in der Turnhalle der Grundschule des schottischen Dunblane. Bevor der Mann Suizid begeht verletzt er noch weitere zwölf Schüler und zwei Lehrer.
Amoklauf in Jonesboro (Vereinigte Staaten)
Am 24. März1998 lösen zwei Schüler falschen Feueralarm an ihrer Schule in Jonesboro auf. Als die Schüler ins freie Rennen werden sie von den zwei Amokläufern mit einem Kugelhagel angegriffen. Dabei sterben vier Mädchen sowie eine Lehrerin und zehn Menschen werden schwer verletzt.
Amoklauf in Littleton (Vereinigte Staaten)
Am 20. April1999 töteten die Schüler Eric Harris und Dylan Klebold in ihre Columbine Highschool in Littleton (US-Staat Colorado) zwölf Mitschüler sowie einen Lehrer und verletzen 23 Menschen, bevor sie sich töten. Die Ursachen für diesen Amoklauf wurden versucht im Film Bowling For Columbine zu analysieren.
Amoklauf in Osaka (Japan)
Am 8. Juni2001 überfällt ein 37-jähriger Japaner eine Klasse in Osaka und ersticht acht Kinder und verletzt 20 zum Teil schwer.
Amoklauf in Zug (Schweiz)
Am 27. September2001 drang der der 57-jährige Friedrich Leibacher in das Parlamentsgebäude des Kanton Zug (Schweiz) ein und tötete drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Rund 15 weitere, darunter auch Journalisten, wurden verletzt. Das Zuger Attentat war eins der größten Massaker an Politikern weltweit.
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