Ein Altimeter (von lat.altus: hoch, tief) oder Höhenmesser ist ein Gerät, mit dem die Höhe eines Objekts über einer definierten Ebene oder Referenzfläche gemessen wird. Die Höhenmessung kann barometrisch, mit Schall oder mit Mikrowellen erfolgen. Daher wird der Begriff in verschiedensten Anwendungen und technischen Gebieten verwendet:
1. Bergsteigen, Wandern, Orientierungslauf: solche Altimeter sind Barometer, die statt dem Luftdruck die Höhe über Meereshöhe anzeigen. Meist macht der Zeiger 1 Umdrehung pro 1000 m; der km-Wert erscheint in einem kleinen Fenster (üblicher Meßbereich 5 oder 8km). Die Genauigkeit beträgt 2-20 Meter, wenn eine korrekte Ausgangshöhe oder der Druck im Meeresniveau (Geoid) eingestellt wurde.
2. Geodäsie, Navigation: Instrumente wie oben, aber genauer. Durch Kalibrieren mittels Temperatur oder Druckgradient sind Genauigkeiten bis zu einigen Dezimetern möglich.
3. Digitale Altimeter werden bei obigen Anwendungen häufiger. Sie zeigen auch Höhendifferenzen, Maximalwerte oder den zeitlichen Verlauf von Höhenprofilen.
5. Luftfahrt: Höhenmessung wie unter (1), aber Messbereich bis 15 km und Skala meist in Fuß statt Meter (1ft = 0.3048m) (nur in Russland und in Segelflugzeugen wird die Höhe in Metern angegeben). Die Flughöhen in Luftstraßen sind in 100 ft (30,4m) Schritten gestaffelt und werden als Flugflächen bezeichnet. Oberhalb des "Transition level" werden die Höhenmesser auf Standardatmosphäre, d.h. 1013,2 HPa oder 29,92 inch eingestellt. Durch Einstellen des QNH (aktueller Luftdruck auf Meeresniveau) erhält man absolute Höhen, mit dem QFE die Höhe über dem Flugplatz. Zusätzlich gibt es in alle FlugzeugenVariometer für die Anzeige der Steig- und Sinkgeschwindigkeit.
6. Größere Flugzeuge haben meist 3 Altimeter (Grob- und Feinhöhenmesser und einen Funkhöhenmesser). Die Radar- bzw. Funkhöhenmesser arbeiten mit Mikrowellen und Laufzeitmessung bzw. linearer Frequenzmodulation. Die resultierende Höhe gilt über Grund, ist also noch mit Karte oder digitalem Geländemodell (DGM) auf Meereshöhe umzurechnen. - Durch Vergleich von Druck- und Funkhöhenmesser kann man Hoch- und Tiefdruckgebiete orten und die Abdrift durch Seitenwind berechnen (Meteorologische Navigation). Die Flughöhe wird jedoch stets nach der barometrisch ermittelten Höhe eingehalten.
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