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Altenburg

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Altenburg in Ostthüringen. Für weitere Bedeutungen, siehe bitte Altenburg (Begriffsklärung).


Tabelle


Altenburg ist Kreisstadt des ostthüringischen Landkreises Altenburger Land im Freistaat Thüringen. Die Stadt ist auch als "Skatstadt" bekannt, weil dieses Kartenspiel hier entwickelt wurde.


Inhaltsverzeichnis


1 Geografie

2 Geschichte

  2.1 Eingemeindungen

  2.2 Einwohnerentwicklung

3 Politik

  3.1 Stadtrat

  3.2 Städtepartnerschaften

4 Kultur und Sehenswürdigkeiten

  4.1 Theater

  4.2 Museen

  4.3 Bauwerke

  4.4 Regelmäßige Veranstaltungen

5 Wirtschaft und Infrastruktur

  5.1 Verkehr

6 Persönlichkeiten

7 Weblinks


Geografie

Altenburg liegt am Fluss Pleiße, 36 km östlich von Gera, 45 km südlich von Leipzig am südlichen Rand der Leipziger Tieflandsbucht.


Geschichte

Im Jahre 976 wurde Altenburg erstmals durch Kaiser Otto II. erwähnt. In der Kaiserpfalz Altenburg (Castrum Plysn), die das erste Mal 1132 erwähnt wurde, hielt sich Kaiser Friedrich I. zwischen 1165 und 1188 sechsmal auf. 1172 weihte Kaiser Friedrich I. Barbarossa das Augustiner-Chorherren-Stift "Unserer lieben Frauen St. Marien" auf dem Berge (Rote Spitzen), ein. 1256 bestätigte Heinrich der Erlauchte das Altenburger Stadtrecht. 1307 gingen Altenburg und das Pleißenland nach der Schlacht bei Lucka, bei der König Albrecht I. gegen Friedrich den Gebissenen verlor, in wettinischen Besitz über. 1356 erneuerte Friedrich der Strenge das Altenburger Stadtrecht, und 1430 belagerten die Hussiten Altenburg, wobei fast die halbe Stadt niedergebrannt wurde. 1455 raubte Ritter Kunz von Kaufungen die beiden Prinzen des Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Ernst und Albrecht, aus dem Altenburger Schloss, um seine Forderungen gegenüber dem Kurfürsten durchzusetzen (Sächsischer Prinzenraub). Bei der "Leipziger Teilung" 1485 zwischen dem Kurfürsten Ernst und Herzog Albrecht kam Altenburg an Kurfürst Ernst.


1522 wurde die Reformation in Altenburg eingeführt. Im Schmalkaldischen Krieg blieb die Stadt von 1547 bis 1554 in den Händen der Albertiner. Als 1603 das Herzogtum Sachsen-Altenburg gegründet wurde, wurde Altenburg Residenzstadt. Im Dreißigjährigen Krieg 1618-1648 kam der größte Teil der Einwohner ums Leben. Mit dem Tod Friedrich Wilhelm III. (Sachsen-Altenburg) 1672 erlosch die älteste Linie des Herzoghauses. Das Land fiel an Herzog Ernst den Frommen von Sachsen-Gotha.


1806 trat Altenburg dem Rheinbund bei und wurde damit Verbündeter Napoleons. In der Stadt wurden alsbald auch Franzosen einquartiert. Zwischen 1810 und 1818 wurde hier das Skatspiel erfunden. Durch den Teilungsvertrag von Hildburghausen kam Altenburg 1826 an den bisherigen Herzog zu Hildburghausen, der als Herzog Friedrich I. (Sachsen-Altenburg) in der Stadt residierte. 1832 wurde die Spielkartenfabrik der Gebrüder Bechstein gegründet. Am 19. September 1842 erfolgte der Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz (Sächsisch-Bayrische Eisenbahn nach Leipzig). Zwischen 1873 und 1875 wurde das Lindenau-Museum erbaut.


Am 13. November 1918 dankte Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg ab. Am 1. Mai 1920 ging der Freistaat Sachsen-Altenburg im neuen Freistaat Thüringen auf. Zwischen 1935 und 1936 entstand die Altenburger Spielkartenfabrik. Im Zweiten Weltkrieg erlebte Altenburg zwischen 1940 und 1945 mehrere Fliegerangriffe. Am 15. April 1945 marschierten die amerikanischen Truppen ein, die schließlich am 1. Juli 1945 die Region Altenburg an die Rote Armee übergaben. 1952 wurde Altenburg im Zuge einer Gebiets- und Verwaltungsreform dem Bezirk Leipzig zugeordnet. 1990 kam es wieder an den Freistaat Thüringen. Seit 1994 ist Altenburg eine große, kreisangehörige Stadt.


Eingemeindungen

1993 wurde Ehrenberg


1994 Zetzscha und schließlich 1996 Kosma eingemeindet.


Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):


Tabelle


Politik

Stadtrat

Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:


  • CDU - 14 Sitze (37,5%)
  • PDS - 12 Sitze (30,6%)
  • SPD - 10 Sitze (27,4%)


Die FDP erhielt bei 4,4% keinen Sitz im Stadtrat. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,7%.


Städtepartnerschaften

Offenburg (Deutschland), Olten (Schweiz), Zlín (Tschechien)


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das Theater Altenburg fusionierte 1996 mit den Bühnen der Stadt Gera zum Landestheater Altenburg-Gera.


Museen

Das Schloss- und Spielkartenmuseum befindet sich im Altenburger Schloss (siehe Bauwerke). Im Lindenau-Museum ist Bildende Kunst ausgestellt. Das Mauritianum (Naturkundliches Museum) zeigt das weltweit größte Exemplar eines Rattenkönigs. In der historischen Herzog-Joseph-Kaserne befindet sich das Mordmuseum ([1]).


Bauwerke

Am Rande des Stadtkerns befindet sich auf einem Porphyrfelsen das Schloss Altenburg. Es ist heute weitestgehend im Zustand des 18. Jahrhunderts erhalten.


Sehenswert sind ferner die Brüderkirche, die St. Bartholomäikirche, die Nikolaikirche, die Agneskirche, der Skatbrunnen, die Roten Spitzen, das Seckendorffsche Palais, das Magdalenenstift, das Rathaus, das Bahnhofgebäude und der "Große Teich" mit "Inselzoo".


Regelmäßige Veranstaltungen

  • Skat- und Spielefest (erstes Mai-Wochenende)
  • Park- und Teichfest
  • Museumsnacht (Museen sind bis spät in die Nacht geöffnet)
  • Kneiptour
  • 2005 feiert die Stadt Altenburg das 550 jährige Jubiläum des Altenburger Prinzenraubes


Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Altenburg liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen B7, B 93 und B 180.


Durch Altenburg verläuft die Bahnstrecke Leipzig-Hof/Saale.


Ein Regionalflughafen befindet sich in Nobitz.


Persönlichkeiten

Altenburg ist Geburtsort des "Vaters der Kathederblüte" Johann Georg August Galletti.




Weblinks



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