Die Dresden Teplitzer Poststraßen begannen in Dresden am Pirnaischen Tor (heutiger Pirnaischer Platz) und führten über die Pirnaische Straße, vorbei am Großen Garten über Strehlen nach Luga. Von dort führte die Alte Dresden Teplitzer Poststraße über die heutige Bundesstraße B 172 nach Dohna. Die Neue Dresden Teplitzer Poststraße geht weiter nach Pirna. Dieser Streckenverlauf ist heute nicht mehr gekennzeichnet.
Auf tschechischer Seite führen beide Straßen weiter bis nach Teplitz.
Kennzeichnung
Die Alte und Neue Dresden Teplitzer Poststraße sind, wie viele sächsische Landstraßen durch die Zürnerschen Postmeilensäulen aus den 20er und 30er Jahren des 18. Jahrhunderts gekennzeichnet.
Adam Friedrich Zürner wurde 1721 vom sächsischen Kurfürsten August dem Starken zum Land- und Grenzkommissar ernannt und begann im gleichen Jahr mit der Realisierung des kurfürstlichen Ediktes, vor den Toren der Städte Distanzsäulen aufzustellen, die die Entfernungen nach den nächsten wichtigen Orten anzeigten. Bereits im Jahre 1712 hatte er seine Vermessungsarbeiten und 1713 die kartografische Erfassung des sächsischen Straßensystems begonnen. So wurden alle wichtigen Verbindungsstraßen in Sachsen vermessen und mit den bekannten Postmeilensäulen gekennzeichnet.
Davon lassen sich auch heute noch eine Vielzahl z. T. sehr gut erhaltene bzw. restaurierte Distanz-, Ganzmeilen-, Halbmeilen- und Viertelmeilensäulen bewundern.
Landstraßen, wie diese beiden Poststraßen, sind als Verbindungsstraßen zwischen den Ländern im Mittelalter entstanden. Sie nutzen sehr häufig Verbindungen, die schon in Frühzeiten des Handels durch Händler und Reisende zu Fuß, zu Pferde oder mit Kutschen genutzt wurden. Dabei wurden die landschaftlich günstigsten Strecken ausgewählt, insbesondere, wenn es um die Querung von Flüssen und Gebirgen ging.
Zuerst führte die Salzstraße, die als Handelsweg über das Erzgebirge gedacht war von Prag nach Halle (Saale), sie ging durch Teplitz und auf der alten Poststraße über den Geiersberg, vorbei am »Goldammerkreuz« nach Ebersdorf und von dort zum »Schwarzen Kreuz« (beide vor 1785 errichtet), nach Müglitz und weiter nach Sachsen.
Es entstand so ein Straßensystem, welches je nach Teilziel unterschiedliche Verzweigungen aufweist. Neben den bereits genannten Poststraßen sind im Mittel- und Osterzgebirgischen Bereich noch die Müglitztalstraße (verläuft im Tal der Müglitz von Dohna über Glashütte, Dittersdorf, Bärenstein, Lauenstein bis Geising) und die Kammstraße (zwischen Altenberg, Neuhermsdorf, Hermsdorf, Reichenau, Hartmannsdorf, Frauenstein, Rechenberg-Bienenmühle und Holzhau) zu erwähnen.
Die Straßen wurden in der Folgezeit weiter ausgebaut. 1803 wurde damit begonnen die Verbindung von Teplitz bis nach Prag zu führen.
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