Eine Altarrentabel (auch Altarretabel, von lat. retabulum: Rückwand) ist ein Altaraufsatz (im deutschen Sprachgebrauch oft einfach Altar genannt); hierbei handelt es sich um eine Schauwand, die entweder direkt auf die Mensa eines (katholischen) Altars aufgesetzt, auf einem Zwischenstück (Predella) oder hinter diesem auf einem Unterbau gestellt ist.
Diese Form der Altargestaltung kam im Mittelalter auf.
Das romanische Altarrentabel aus Stein, Stuck oder Metall ist mit Reliefs, wenn aus Holz mit Malereien geschmückt. Sein Umriss ist rechteckig, halbrund oder rechteckig mit halbrunder Erhöhung in der Mitte.
In der Gotik wurde er durch bemalte Tafeln erweitert (Flügelaltar) und diese von architektonischen Rahmungen, bestehend aus Pfeilern, Wimpergen und Fialen umgeben.
In Renaissance und Barock wurde das hinter dem Altar stehende Rentabel üblich, wobei auf Flügel meist verzichtet wurde und nur das Mittelbild (auch Altarblatt genannt) übrigblieb. Dessen architektonische Rahmen bestehen aus einer Ädikula mit der die Architektur des Chors und des ganzen Kirchenraums zu einer stilistischen und scheinbar konstruierten Einheit verschmilzt.
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