Alphen aan den Rijn ist eine Stadt mittlerer Größe in der Provinz Südholland (nl: Zuid-Holland) in den Niederlanden und liegt am Oude Rijn zwischen Leiden, Gouda und Bodegraven.
Alphen aan den Rijn liegt an der Mündung des kleinen Flusses Aar in den Oude Rijn, der von Utrecht kommend nach Leiden fließt. Alphen wird an der Ostseite durch die Gouwe und den Aarkanal begrenzt. Der Oude Rijn durchfließt Alphen. Es gibt fünf Brücken über den Oude Rijn, wovon zwei nur für Fußgänger freigegeben sind. Im Oktober 2001 wurde Alphen aan den Rijn zur grünsten Stadt der Niederlande gekürt. Im Sepember 2002 wurde Alphen aan den Rijn dieser Titel europaweit zuerkannt.
Der Name Alphen leitet sich vermutlich vom römischen castellum Albanianae (Siedlung am weißen Wasser) ab.
Das Gebiet um Alphen aan den Rijn wurde bereit vor 2 000 Jahren bewohnt.
In der römischen Zeit war der Oude Rijn der Hauptarm des Rheins. Durch Ablagerungen des Flusses entstanden höher gelegene Ufergebiete. In Alphen ist dieses noch an der Namensgebung der Stadtteile "Hoge zijde" und "Lage zijde" (Hohe bzw. tiefe Seite) am linken bzw. rechten Flussufer erkennbar.
Im heutigen Zentrum der Stadt erbauten die Römer das castellum Albanianae und die erste Brücke über den Oude Rijn. Seit der Regierungszeit des römischen Kaisers Claudius (41-54 n.Chr.) waren zur Verteidigung der nördlichen Grenze am Rhein römische Soldaten in Albanianae stationiert. Im nahbei gelegenen Dorf Zwammerdam wurden Reste eines römischen castellums gefunden. Durch den entstehenden Handel entwickelte sich Alphen aan den Rijn zu einem bedeutenden Handelszentrum in der Region. Germanische Überfälle beendeten dies allerdings im Jahr 204.
Nach vielen Problemen und Überschwemmungen, vor allem in Utrecht und Leiden wurde der Oude Rijn 1122 bei Wijk bij Duurstede abgedeicht. Der Lek genannte Arm wurde dadurch der Hauptarm des Rheinwassers. Am Oude Rijn hat es seitdem keine Überschwemmungen mehr gegeben.
Im 17. Jahrhundert entwickelte sich Alphen als Knotenpunkt des Handels über Land und Wasser weiter. Die heutige Gemeinde Alphen aan den Rijn entstand 1918 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Alphen, Aarlanderveen und Oudshoorn. 1964 wurde auch das Dorf Zwammerdam eingemeindet.
Oudshoornse kerk. Eine Kirche am Ufer des Oude Rijns, gegründet 1665 durch Cornelis de Vlaming
Remonstrantse kerk , frühere Synagoge.
Korenmolen de Eendracht. Diese 11 Meter breite Mühle wurde ursprünglich 1752 am Nordufer des Fluss Gouwe errichtet. 1898 wurde sie nach Alphen a/d Rijn umgesetzt um dort eine andere Mühle zu ersetzen. Bis 1955 wurde die Mühle kommerziell betrieben, seitdem ist sie hin und wieder dem Publikum zugänglich.
Voormalig Raadhuis. Das frühere Rathaus.
Nieuwe Stadhuis. Das im Januar 2003 eröffnete neue Rathaus, gebaut im Trend der Zeit mit viel Offenheit und Glas.
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