In der indianischen Kultur des Potlachs sind Gaben eine wichtiges Machtinstrument, dass nur durch Gegengaben begrenzt wird. In der polynesischen Tradition sind auch entsprechende Feste mit der üppigen Verpflegung zahlreicher Gäste aus dem eigenen Stamm aber auch geladener Gäste von anderen Inseln Höhepunkte im Jahreskalender. Ähnliche Feste mit Einladungen und Geschenkaustauschritualen mit oft ganz unbeteiligte Personen gibt es in fast allen Gesellschaften, besonders bei Hochzeiten oder Begräbnissen. Hier ist die mittelbare oder auch unmittelbare Gegenseitigkeit der Gabe oft besonders wichtig und gilt als friedenstiftend.
Im Buddhismus erhalten die Mönche ihren Lebensunterhalt nur durch Almosen. Die Schenkenden bedanken sich bei den Beschenkten, denn dass sie selbst schenken dürfen und vermögen, das betrachten sie als glückbringende Gunst.
Im Judentum ist die Almosengabe als Ausdruck der Nächstenliebe die Erfüllung des Glaubens. das Christentum diese Form mit dem Zusatz der jenseitigen Belohnung für eigene guten Taten. Im Islam ist das Almosen eine der fünf Säulen des gottgefälligen Lebens, also eine Pflicht.
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