Die Ursprünge hat das Wiener Allgemeine Krankenhaus in dem von Kaiser Leopold I. gegründete Großarmen- und Invalidenhaus. Ab 1696 wurde dieses Armenhaus eröffnet; es beherbergte über 1000 Arme.
Während der Regierungszeit von Kaiser Joseph II. wurde das Armenhaus in das Allgemeines Krankenspital umgewidmet. Das am 16. August1784 eröffneten Haus war zum ersten Mal nur für die Krankenversorgung zuständig, die übrigen Aufgaben der Hospitäler wurden abgetrennt. Angeschlossen an das Krankenhaus war ein Gebärhaus, ein Findelhaus, und ein Irrenhaus. Dieser Narrenturm war der erste Spezialbau zur Unterbringung von Geisteskranken.
Vor allem im 19. Jahrhundert war das Wiener Allgemeine Krankenhaus als Zentrum der Wiener Medizinischen Schule einer der Mittelpunkte der medizinischen Forschung. So machte hier etwa Ignaz Semmelweis seine Beobachtungen zur Hygiene und Karl Landsteiner entdeckte am AKH die Blutgruppen.
Neues AKH
Mit der Zeit wurden die josephinischen Gebäude des Allgemeinen Krankenhauses unzweckgemäß, so dass 1957 beschlossen wurde, einen neue große Zentralklinik zu errichten. Der Bau des neuen AKH im Alsergrund wurde im Sommer 1964 begonnen. Zu Beginn übersiedelten Personalwohnheime und die Universitätskliniken für Kinderheilkunde und Psychiatrie. Ab 1974 wurden mit dem Bau des Haupthauses begonnen. Dieses Haupthaus besteht aus dem Ambulanzbereich und zwei großen, insgesamt 22 Stockwerke hohen Bettentürmen, die an die 4.000 Betten beherbergen.
Das AKH ist mit einer eigenen U-Bahn Station (Michelbeuern/AKH) an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Der Zentralbau mit den Bettentürmen wurde 1994 offiziell eröffnet aber bereits (teilweise) seit 1991 verwendet. Die Gesamtbaukosten werden derzeit (2004) auf etwa 4,5 Milliarden Euro geschätzt - ursprünglich projektiert waren 1 Milliarde Schilling (72,67 Millionen Euro). Die Baukosten werden von der Stadt Wien und dem Staat Österreich gemeinsam getragen. Die Kostenexplosion und eine damit verbundene Schmiergeldaffäre beim Bau des neuen AKH führten zum AKH-Skandal, dem bislang größten österreichischen Bauskandal.
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