Die Gemeinde Alfter liegt zwischen den Städten Bonn und Köln am südlichen Rand des Vorgebirges. Sie grenzt im Norden an die Stadt Bornheim, im Osten an die Stadt Bonn, im Süden an die Städte Meckenheim und Rheinbach und im Westen an die Gemeinde Swisttal. Alfter umfasst eine Fläche von etwa 35 km², davon 18 km² landwirtschaftliche Nutzfläche und 8 km² Wald. Die Gemeinde hat etwa 23000 Einwohner. Partnerstädte sind die südfranzösische Stadt Chateauneuf sur Charente sowie die Stadt Beelitz bei Potsdam.
Funde belegen, dass die Gegend um Alfter seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Ebenso war das Gebiet in fränkischer und römischer Zeit besiedelt. Seit der Römerzeit waren die Orte des Vorgebirgshanges ein wichtiges Weinanbaugebiet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde vornehmlich Spätburgunder angebaut.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Alfter stammt aus dem Jahr 1067.
Die Gemeinde entstand 1969 im Zuge der kommunalen Gebietsreform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Alfter, Gielsdorf, Oedekoven, Impekoven und Witterschlick. Vorher gehörten diese Orte zu dem größeren Amt Duisdorf.
Der Vorgänger des Amtes Duisdorf war die Bürgermeisterei Oedekoven. Zu dieser gehörten außer den Ortschaften der heutigen Gemeinde Alfter noch die Bonner Orsteile Duisdorf, Buschdorf, Lessenich und Meßdorf. Vorgänger der Bürgermeisterei war die "Mairie" Oedekoven in französischer Zeit, die zum Kanton Bonn im Rhein-Mosel-Département gehörte. Unmittelbar an der nördlichen Grenze von Alfter verlief damals die Grenze zum Rur-Departément.
Bevor in den 1790iger Jahren die Franzosen das Rheinland besetzten, gehörte das heutige Gebiet der Gemeinde Alfter zum KurfürstentumKöln. Der Ort Alfter lag in der Herrlichkeit Alfter, Gielsdorf im Dingstuhl Gielsdorf und Oedekoven gehörte zum Dingstuhl Duisdorf. Witterschlick gehörte zum Dingstuhl Godesberg.
Bis in das 19. Jahrhundert war die Bevölkerung fast ausschließlich römisch-katholisch. Lediglich im Ort Alfter gab es eine kleine jüdische Gemeinde. Ursprünglich gab es nur die katholischen Pfarreien Alfter und Witterschlick. Im 20. Jahrhundert wurden auch Gielsdorf 1920 und Oedekoven selbständige Pfarreien. Gielsdorf und Oedekoven hatten zuvor der Pfarrei Lessenich zugehört.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus den heutigen Ortsteilen Alfter mit Birrekoven und Olsdorf, Gielsdorf, Oedekoven, Impekoven mit Ramelshoven und Nettekoven sowie Witterschlick mit Volmershoven und Heidgen.
Alfter
Die Ortschaft Alfter wird erstmals 1067 urkundlich erwähnt. Bis 1969 ist sie eine selbständige Gemeinde mit den Ortsteilen Birrekoven und Olsdorf. Zu Alfter gehörte auch der untergegangene Ort Pelz, der nur noch im Straßennamen "Pelzstraße" fortbesteht. Seit 1969 ist Alfter Ortsteil der Gemeinde Alfter.
Birrekoven
Die Ortschaft Birrekoven ist ein Ortsteil südwestlich von Alfter.
Olsdorf
Zu Olsdorf gehört der oberhalb auf der Olsdorfer Heide gelegene Johannishof. Der Johannishof war ein großer Bauernhof, der von Halfen bewirtschaftet wurde. Dieser ist heute Sitz der Alanus-Hochschule. Olsdorf wurde in früherer zeit auch Alsdorf geschrieben.
Im Ortskern finden sich einige schöne Fachwerkhöfe und die Jakobuskirche. Hierzu zählt unter anderem der ehemalige Hof des Kurfürsten auf dem dessen Statthalter lebte. Unterhalb der Kirche liegt der Zehnthof als ursprüngliche Besitzung des Cassiusstifts in Bonn. Dieser ist seit Jahrhunderten im Adelsbesitz unter anderem der Familien von Groote, von Siersdorf und von Geyr.
Im Ortskern finden sich einige schöne Fachwerkhöfe und die Jakobuskirche. Hierzu zählt unter anderem der ehemalige Hof des Kurfürsten auf dem dessen Statthalter lebte. Unterhalb der Kirche liegt der Zehnthof als ursprüngliche Besitzung des Cassiusstifts in Bonn. Dieser ist seit Jahrhunderten im Adelsbesitz unter anderem der Familien von Groote, von Siersdorf und von Geyr.
Gielsdorf hat einen Musikverein, einen Junggesellen-Männerreih und eine Löschgruppe der Feuerwehr.
Die bis 1969 selbständige Gemeinde Oedekoven ist heute der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Alfter. Der ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Ort mit heute rund 5500 Einwohnern ist in erster Linie Wohnort in unmittelbarer Nähe zur Stadt Bonn. Neben der regen Bautätigkeit im Wohnsektor entwickeln sich in Oedekoven in den letzten Jahren auch Handel und Industrie. Im Ort befinden sich das Altenheim und die Hauptschule Alfter. Von den drei "Mittelgemeinden" Gielsdorf, Impekoven und Oedekoven hat sich Oedekoven hinsichtlich der Bevölkerungszahl am schnellsten entwickelt.
Dennoch findet man im alten Ortskern, der im wesentlichen die Straßen Staffelsgasse und Ginggasse betrifft, noch viele sehenswerte alte Fachwerkhäuser. Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Oedekovener Heide auf der Hochebene der Ville ist heute Zentrum für den Pferdesport.
Im ausgehenden 18. Jahrhundert, während der französischen Besatzungszeit der linken Rheinseite unter Napoléon, löste die Mairie Oedekoven für das Gebiet der heutigen Gemeinde Alfter und angrenzende Stadtteile Bonns, die Verwaltungsstrukturen des KurfürstentumsKöln ab. Zur Mairie gehörten die Orte Oedekoven, Gielsdorf, Alfter, Impekoven und Witterschlick in der heutigen Gemeinde Alfter und die Orte Buschdorf, Lessenich, Meßdorf und Duisdorf in der heutigen Stadt Bonn.
Nach dem Abzug der Franzosen wurde das Gebiet als preußische Bürgermeisterei Oedekoven verwaltet. Diese umfasste neben dem Gebiet der heutigen Gemeinde Alfter einen Teil der westlichen Stadtteile Bonns. Als Verwaltungseinheit war sie Nachfolger der Mairie Oedekoven und Vorgänger des Amtes Duisdorf. Sie erhielt den Namen Oedekoven von der Ortschaft Oedekoven als Sitz des Bürgermeisteramtes, welches sich in der unteren Staffelsgasse befand und in den 1970iger Jahren abgerissen wurde. Sie umfasste das Gebiet wie unter Mairie Oedekoven beschrieben.
Über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist Oedekoven durch den seit 1986 jährlich stattfindenden Abenteuerspielplatz der KLJB. An dieser Feriennaherholungsmaßnahme, die von der Gemeinde Alfter und dem Rhein-Sieg-Kreis mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, nehmen in den ersten zwei NRW-Sommerferienwochen täglich bis zu 300 Kinder teil.
Impekoven
Ramelshoven
Nettekoven
Witterschlick
Volmershoven
Heidgen
Weiterführende Bildungseinrichtungen
Alanus Hochschule
Persönlichkeiten
Heinrich Arenz, † 2004, war seit der kommunalen Neuordnung 1969 erster Bürgermeister der Gemeinde Alfter
Gerhard Schneider, † 02.02.1979, war seit 1969 erster Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Alfter
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin