Christopher Alexander wurde 1936 in Wien geboren und ist aufgewachsen in Oxford und Chichester, England. Er absolvierte die renommierte Universität Cambridge, an der er Mathematik und Architektur studierte. Er promovierte in Architektur an der Harvard University. Für seine Dissertation, später unter dem Titel Notes on the Synthesis of Form veröffentlicht, wurde ihm die erste Goldmedaille für Forschung vom American Institute of Architects AIA zugesprochen. Im Jahre 1963 wurde er Professor der Architektur an der University of California, Berkeley und gründete das Institut für Stadt- und Raumplanung (Center for Environmental Structure CES). 1980 wurde Professor Christopher Alexander zum Mitglied der Schwedischen Königlichen Akademie ernannt. Im Jahre 1996 wurde er in die amerikanische Akademie der Künste und Wissenschaften (Fellow of the American Academy of Arts and Sciences) aufgenommen.
Christopher Alexander ist zudem einer der Treuhänder von Prinz Charles für das Wales's Institute of Architecture.
Wissenschaft
Mit seinem Buch A Pattern Language, das zusammen mit A Timeless Way of Building und The Oregon Experiment eine in theoretische Forderung, praktische Implementierung und experimentelle Umsetzung gegliederte und gleichzeitig entstandene Trilogie bildet, ist Christopher Alexander ein Architekturtheoretiker des 20. Jahrhunderts. Seine Thesen werden vor allem im englischsprachigen Sprachraum diskutiert. Weltweit sind die Ausführungen für Interessierte im Bereich Planungsmethodik Pflicht.
Christopher Alexander ist Vater der sogenannten Entwurfsmuster (design patterns). Er hat es durch seine Ansätze geschafft, die unterschiedlichen und komplexen Architekturaspekte- und strukturen logisch zusammenzuführen. Diese Strukturen werden in Muster (patterns) unterteilt und verknüpft. In der wissenschaftlichen Methodik kann damit die Komplexität sehr gut verdeutlicht werden. Alexanders Ideen wurden von Erich Gamma aufgenommen, der sie auf die Informatik übertrug und damit die heutige Methodik der Softwareentwicklung wesentlich beeinflusste.
Christopher Alexanders architekturtheoretischen Ansätze sind in Fachkreisen höchst umstritten, sie gelten gemeinhin als Postmodern im reaktionären Sinne.
Schriften
Christopher Alexander: The Oregon Experiment. Oxford University, Press New York 1988ISBN_0195018249
Christopher Alexander: The Timless Way of Building. Oxford University Press, New York 1987ISBN_0195024028
Christopher Alexander: A Pattern Language. Towns, Buildings, Construction. Oxford University Press, New York 1977ISBN_0195019199
Christopher Alexander: Notes On The Synthesis Of Form. Oxford University Press, New York 1970ISBN_0674627512
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