Alendronsäure ist ein zur Gruppe der Bisphosphonate gehöriges Medikament, das zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt wird; es liegt im Präparat als Mononatriumsalz vor, der chemische Name lautet 4-Amino-1-hydroxybutyliden-Diphosphonsäure.
Wirkung
Alendronsäure hemmt wie die anderen Vertreter der Bisphosphonate mit seiner dem Pyrophosphat ähnlichen P-C-P-Struktur verschiedene Proteine in Osteoklasten, die diese Bindung nicht hydrolysieren können. Dadurch werden sie ihn ihrer Fähigkeit, Knochensubstanz zu resorbieren, gehemmt.
Pharmakokinetik
Wie bei anderen Bisphosphonaten wird der Wirkstoff intestinal nur in geringem Umfang resorbiert. Etwa 50% des aufgenommenen Wirkstoffes wird in den Knochen eingebaut, die andere Hälfte wird innerhalb von 6 Stunden nahezu vollständig unverändert über die Niere eliminiert.
Vermutlich wird das in die Knochensubstanz eingebaute Präparat mit einer Halbwertszeit von etwa 10 Jahren ausgeschieden. Bei Niereninsuffizienz kann es dagegen zu einer massiven Speicherung von Alendronsäure kommen.
Indikationen
Alendronsäure ist zur Therapie der postmenopausalen Osteoporose zugelassen, um das Risiko für Wirbel- und Hüftfrakturen zu vermindern. In klinischen Studien konnte bei Gabe von Alendronat ein positiver Effekt auf die Knochendichte und eine Senkung des Frakturrisikos nachgewiesen werden.
Daneben wird das Präparat in den USA auch bei Morbus Paget verordnet; allerdings ruft Alendronsäure hier in der empfohlenen Konzentration von etwa 40 mg pro Tag relativ häufig unerwünschte Wirkungen hervor.
Gegenanzeigen
Alendronsäure darf wie andere Bisphosphonate nicht bei Niereninsuffizienz und bei akuten Infektionen im Bereich des Verdauungstraktes eingesetzt werden. Auch andere Erkrankungen besonders im Bereich des oberen Gastrointestinaltraktes bilden Gegenanzeigen für die Gabe von Alendronsäure.
Aufgrund fehlender Daten zur Wirkung in Schwangerschaft, Stillzeit und Kindheit sollten schwangere oder stillende Frauen sowie Kinder das Präparat nicht einnehmen.
Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen von Alendronsäure sind vielfältig und treten besonders im Bereich von Magen-Darm-Trakt und muskuloskelettalem System auf. Im Folgenden sind die häufigsten Nebenwirkungen aufgeführt:
Alendronsäure ist verschreibungspflichtig und wird einmal wöchentlich in Form einer Tablette (Alendronatmenge 70 mg) gegeben. Da der Wirkstoff mit Kalzium unlösliche Komplexe bildet, ist es nötig, das Medikament mindestens dreißig Minuten vor Nahrungsaufnahme am besten morgens mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Daneben wird empfohlen, wegen der unerwünschten Wirkungen auf den Ösophagus das Präparat im Sitzen einzunehmen und im Anschluss etwa 30 Minuten aufrecht sitzen zu bleiben.
Handelsformen
Alendronsäure ist unter dem Namen Fosamax® im Handel.
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