Er ist der Sohn von Albrecht IV. von Habsburg, Herzog von Österreich. Als dieser 1404 starb war Albrecht sieben Jahre alt.
Während seiner Minderjährigkeit verwalteten seine drei Oheime, zuerst Wilhelm der Artige (bis 1405), dann Herzog Leopold der Dicke und zuletzt Ernst der Eiserne von Steiermark, unter fortwährenden Streitigkeiten seine Erblande. Erst der plötzliche Tod Leopolds ermöglichte seinen Regierungsantritt 1411.
14 Jahre alt, durch Andreas Blank, spätern Bischof von Freising, und den biedern Reinprecht von Walse trefflich erzogen, übernahm er 1411 selbst die Regierung und ward vom Kaiser Siegmund zum Gemahl seiner Tochter und Erbin Elisabeth bestimmt.
Im Jahre 1421 heiratete er Elisabeth von Böhmen, die Tochter von Kaiser Sigismund. Deren Kinder waren Ladislaus Posthumus (* 22. Februar1440), der König von Ungarn und Böhmen wurde, und Anna von Österreich.
Er unterstützte den deutschen Kaiser Sigismund in seinen Problemen mit den Hussiten, was die österreichischen Länder in diese Kämpfe mit hineinzog: vor allem die Gebiete nördlich der Donau wurden daraufhin bis in die 1430-er Jahre von marodierenden Kampfverbänden heimgesucht. Auch versuchte er dem Hussitismus durch die kirchentreue Melker Reform zu begegnen. 1423 wurde er er zur Belohnung mit Mähren belehnt. Juden und Ketzer verfolgte er mit fanatischem Hass. Die großangelegte Vertreibung und Ermordung der Wiener Juden1420/21 geht nicht zuletzt auf seine Initiative zurück. Sigismund designierte Albrecht II. zu seinem Nachfolger.
Kaiser Sigismund starb 1437 und Albrecht wurde am 1. Januar1438 als König von Ungarn gekrönt. Er wurde sechs Monate später ebenfalls als König von Böhmen gekrönt, konnte aber nicht Besitz des Landes nehmen. Böhmen und deren polnische Verbündeten bekriegten ihn in der Zeit, wo er am 18. März1438 in Frankfurt am Main zum deutschen König erwählt wurde. Er berief einen Reichstag und schloss sich der kurfürstlichen Neutralität im Streit zwischen dem Papst und dem Basler Konzil an. Doch hinderten ihn Türkenkriege und Unruhen in Ungarn, sich um Reichsangelegenheiten zu kümmern.
Als "Dreifachkönig" nahm er bereits eine ähnliche Stellung ein, wie sie die Habsburger in späterer Zeit innehatten, bei ihm war sie jedoch lediglich von den Luxemburgern geerbt und daher vorerst noch ephemer. Immerhin begann mit ihm die über Jahrhunderte dauernde Regierungszeit des Heiligen Römischen Reiches durch die Habsburger.
Albrecht II. starb am 17. (27.?) Oktober 1439 zu Neszmély (auch Langendorf). Er wurde in Stuhlweissenburg (Székesfehérvár) begraben.
Kurz, Österreich unter König Albrecht II, (Wien l835, 2 Bde.)
Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters, Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., Verlag C.H. Beck: München 2003, 624 S., 5. Abb., 3 Karten und 7 Stammtafeln.
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