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Albaner

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Die Albaner, früher auch Albanesen (Selbstbezeichnung Shqiptarë, deutsch Skipetaren) sind ein indoeuropäisches Volk. Sie sprechen die Albanische Sprache.


Albanisches Volkstum und die Politik

In Albanien selbst leben nur etwa 3 Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Albaner auf dem Balkan. Im Kosovo stellen sie mit zwei Millionen mehr als 90 Prozent der Bevölkerung. In der Republik Mazedonien sind etwa ein Drittel der Staatsbürger albanischsprachig. Bedeutende albanische Minderheiten leben in Montenegro und Griechenland, kleinere Gruppen auch im eigentlichen Serbien.


Durch die geringe Übereinstimmung des Siedlungsgebietes und des albanischen Staatsgebiets gibt es besonders mit den Serben und Mazedoniern ethnische Spannungen bzw. offene Konflikte.


Seit dem Spätmittelalter gibt es in Italien albanische Gemeinden, deren Angehörige sich selbst als Arberesh bezeichnen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts, besonders jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden größere Diasporagemeinden der Albaner in den USA (Zentren Boston, New York und Baltimore), in der Schweiz, Deutschland, Großbritannien und Australien.


Bei den auch publizistisch ausgetragenen ethnischen Konflikten der Albaner und ihrer Nachbarn spielt es regelmäßig eine große Rolle, wie viele Albaner es insgesamt gibt und wie viele in den einzelnen genannten Gebieten und Staaten.


Die Gegner der Albaner gehen immer von zu geringen Zahlen aus, besonders die Mazedonier möchten es lieber nicht so genau wissen. Albanische Nationalisten dagegen überschätzen in der Regel die Größe ihres Volkes. Insbesondere die Zahlen für die Diaspora sind meist viel zu hoch, weil man kaum in Rechnung stellt, dass sich Albaner im Einwanderungsland assimilieren. Außerdem wird in den kosovoalbanischen Schätzungen regelmäßig vergessen, dass die Bevölkerung im benachbarten Albanien durch die Auswanderung seit zehn Jahren sinkt. Einigermaßen korrekt sind nur die offiziellen Angaben aus Albanien und Montenegro. Alle anderen Zahlen zu albanischen Populationen lassen sich kaum verifizieren. Auch die internationale Verwaltung im Kosovo hat kaum einen Überblick über die Fluktuation der Bevölkerung in ihrem Zuständigkeitsbereich.


Griechenland

Im 13. bis 15. Jahrhundert wanderten erste albanische Gruppen aus Südalbanien nach Griechenland ein. Die so genannten Arvaniten siedeln in Böotien, Attika, auf der Peloponnes und auf einigen Ägäisinseln: (Euböa, Hydra (Begriffsklärung)). Bei der griechischen Staatsgründung soll die Hauptstadt Athen (damals ein kleiner Marktflecken) mehrheitlich von Arvaniten bewohnt gewesen sein. Die heutige Zahl der Arvaniten ist schwer zu schätzen. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts assimilieren sie sich zunehmend an das Griechentum, zumal der griechische Staat albanische Minderheiten nie anerkannt hat und es deshalb auch keinen albanischen Schulunterricht gab.


Eine weitere albanische Gruppe in Griechenland siedelte sich im 16. Jahrhundert in Thrakien an. Sie war viel kleiner und ist heute ganz verschwunden.


Im Epirus leben die albanischen Çamen. Die Muslime unter ihnen wurden jedoch 1944 von griechischen Truppen nach Albanien vertrieben. Heute gibt es nur wenige orthodoxe Albaner im Nordwesten Griechenlands.


Vermutlich sind die meisten heute in Griechenland lebenden Albaner auf die nach 1990 einsetzende Arbeitsmigration zurückzuführen. Die Migranten haben kaum Verbindungen zu den alteingesessenen Albanern. Diese distanzieren sich ganz bewusst von den zumeist armen und deshalb auch bei den übrigen Griechen wenig beliebten Migranten.


Vgl. auch den Abschnitt Bevölkerung beim Artikel Albanien


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