Alaska liegt geographisch getrennt von den restlichen US-Bundesstaaten im Nordwesten Nordamerikas westlich von Kanada. Der Bundesstaat grenzt im Osten an Yukon Territory und British Columbia, im Süden an den Golf von Alaska und den Pazifischen Ozean, im Westen an das Beringmeer, die Beringstraße und den Tschuktschensee und im Norden an die Beaufortsee und das Nordpolarmeer. Im Süden befindet sich die Alaskakette, die über 6.000 m hoch sind (McKinley 6.193.m). Im arktischen Norden erhebt sich die Brookskette (bis 3.000 m hoch). Die restlichen Gebiete sind von Hügelländern gekennzeichnet. An der Küste befinden sich zahlreiche Fjorde.
Liste der Boroughs und Census Areas in Alaska
Zucht und Anbau
Nur in den Flusstälern (z.B. Yukon) sind Anbaugelegenheiten möglich. Angebaut werden Getreide, Gemüse und Futterpflanzen, wobei es nur sehr wenige Anbauflächen gibt. Gezüchtet werden vorwiegend Pelztiere.
Vor 22.000 bis 20.000 Jahren kamen die ersten Einwanderer aus Sibirien, als die Beringstraße noch nicht überflutet war. 1728 und 1729 reiste der dänischeForscher und EntdeckerVitus Bering (1680-1741) im Auftrag von ZarenPeter der Große vergeblich nach "Alaska". Am 4. Juli1741 stachen Bering und der Russe Tschirikow erneut mit zwei Schiffen auf und suchten von Sibirien aus nach dem unbekannten Land. Am 16. Juli1741 legte Bering vor Kodiak den Anker, wobei das zweite Schiff unter Tschirikow schon einen Tag früher ca. 600 km südlich die Küste erreicht hatte. Beide Schiffe waren bei einem Sturm auseinander gerissen worden. Auf der Rückfahrt musste das Schiff Bering's auf der später nach ihm benannten Insel anlanden, wo er am 8. Dezember1741 verstarb. Der Rest der Besatzung kam im August 1742 in Sibirien an. Berings Grab wurde erst 1991 bei einer Expedition wieder gefunden. Ab 1745 ergründeten die Russen ihre spätere KolonieRussisch-Alaska auf der Suche nach Seeottern und ihren wertvollen Pelzen. 1774-1779 kamen die Spanier vom Süden und 1776-1780 erforschte James Cook die Küste Alaskas. 1784 gründeten die Russen die erste Siedlung. George Vancouver erforschte 1791-1795 die Küsten Nordwest Amerikas genauer.
Alaska war für die aufstrebende Weltmacht Russland die einzige ÜberseeKolonie. Mehr als ein Jahrhundert stellte die nordamerikanische Halbinsel für Russland nur ein sehr weit entferntes Land dar (daher auch die ursprünglich russische Bezeichnung: Dalný Východ = Fernost), wo nur ein paar Trapper (Fallensteller), Pelzhändler und wenige russisch-orthodoxeMissionare tätig waren. Der einzige Weg dorthin von der damaligen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg rund um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika dauerte mehr als ein halbes Jahr.
Mit der Zeit wurden die Pelztiere immer weniger und das Land für Russland immer unattraktiver. Die einheimischen Indianer gewannen allmählich ihr Land zurück. Um die Staatskasse nach dem verlorenen Krimkrieg wieder aufzufüllen, stimmte ZarAlexander II. einem Vertrag zu, den sein Botschafter in den USA, Baron Eduard von Stoeckl, am 30. März1867 mit US-Außenminister Seward in Washington unterzeichnet hatte. Danach verkaufte das Zarenreich Alaska für 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. 1867 entdeckte man das erste Gold, was zum bekannten Goldrausch führte. Besonders die Goldgewinnung im Klondikegebiet von 1896 war bis etwa 1945 sehr wichtig.
Am 3. Januar 1959 wurde Alaska der 49. Bundesstaat der USA.
Literatur
Littke, Peter: Vom Zarenadler zum Sternenbanner. Die Geschichte Russisch-Alaskas. Magnus-Verlag, Essen, 2003, ISBN_3884000195.
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