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Alaska (aleut. alyeska: großes Land) ist der flächenmäßig größte (ca. 20%) und nördlichste Bundesstaat der USA und die größte Exklave der Welt.


Inhaltsverzeichnis


1 Geographie

2 Zucht und Anbau

3 Industrie und Wirtschaft

4 Bevölkerung

5 Verkehr

6 Geschichte

7 Literatur

8 Weblinks


Geographie

Alaska liegt geographisch getrennt von den restlichen US-Bundesstaaten im Nordwesten Nordamerikas westlich von Kanada. Der Bundesstaat grenzt im Osten an Yukon Territory und British Columbia, im Süden an den Golf von Alaska und den Pazifischen Ozean, im Westen an das Beringmeer, die Beringstraße und den Tschuktschensee und im Norden an die Beaufortsee und das Nordpolarmeer. Im Süden befindet sich die Alaskakette, die über 6.000 m hoch sind (McKinley 6.193.m). Im arktischen Norden erhebt sich die Brookskette (bis 3.000 m hoch). Die restlichen Gebiete sind von Hügelländern gekennzeichnet. An der Küste befinden sich zahlreiche Fjorde.


  • Liste der Boroughs und Census Areas in Alaska


Zucht und Anbau

Nur in den Flusstälern (z.B. Yukon) sind Anbaugelegenheiten möglich. Angebaut werden Getreide, Gemüse und Futterpflanzen, wobei es nur sehr wenige Anbauflächen gibt. Gezüchtet werden vorwiegend Pelztiere.


Industrie und Wirtschaft

Durch den vielen Wald in Alaska ist die Holz- und Papierindustrie natürlich eine wichtige Einnahmequelle. In den Bergen wird Gold, Kupfer, Silber, Blei, Zinn und Eisen abgebaut. In der Fischerei wird überwiegend Lachs und Kabeljau exportiert. In Alaska gibt es Kohlevorkommen und eine 1968 entdeckte Erdöllinie (1300 km lang). Dies lässt Alaska auf dem Weltmarkt oben mitspielen.


Bevölkerung

Alaska hat 620.000 Einwohner, davon sind 50.000 Inuit, Aleuten und Indianer. Neben der Hauptstadt Juneau sind Anchorage und Fairbanks wichtige Städte.




Verkehr

Seit 1942 gibt es den Alaska Highway, der Alaska mit dem amerikanischen Festland verbindet.


Geschichte

[Bild extern:] Gletscher auf Unimak Island


Vor 22.000 bis 20.000 Jahren kamen die ersten Einwanderer aus Sibirien, als die Beringstraße noch nicht überflutet war. 1728 und 1729 reiste der dänische Forscher und Entdecker Vitus Bering (1680-1741) im Auftrag von Zaren Peter der Große vergeblich nach "Alaska". Am 4. Juli 1741 stachen Bering und der Russe Tschirikow erneut mit zwei Schiffen auf und suchten von Sibirien aus nach dem unbekannten Land. Am 16. Juli 1741 legte Bering vor Kodiak den Anker, wobei das zweite Schiff unter Tschirikow schon einen Tag früher ca. 600 km südlich die Küste erreicht hatte. Beide Schiffe waren bei einem Sturm auseinander gerissen worden. Auf der Rückfahrt musste das Schiff Bering's auf der später nach ihm benannten Insel anlanden, wo er am 8. Dezember 1741 verstarb. Der Rest der Besatzung kam im August 1742 in Sibirien an. Berings Grab wurde erst 1991 bei einer Expedition wieder gefunden. Ab 1745 ergründeten die Russen ihre spätere Kolonie Russisch-Alaska auf der Suche nach Seeottern und ihren wertvollen Pelzen. 1774-1779 kamen die Spanier vom Süden und 1776-1780 erforschte James Cook die Küste Alaskas. 1784 gründeten die Russen die erste Siedlung. George Vancouver erforschte 1791-1795 die Küsten Nordwest Amerikas genauer.


[Bild extern:] Sonnenuntergang in Alaska


Alaska war für die aufstrebende Weltmacht Russland die einzige ÜberseeKolonie. Mehr als ein Jahrhundert stellte die nordamerikanische Halbinsel für Russland nur ein sehr weit entferntes Land dar (daher auch die ursprünglich russische Bezeichnung: Dalný Východ = Fernost), wo nur ein paar Trapper (Fallensteller), Pelzhändler und wenige russisch-orthodoxe Missionare tätig waren. Der einzige Weg dorthin von der damaligen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg rund um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika dauerte mehr als ein halbes Jahr.


Mit der Zeit wurden die Pelztiere immer weniger und das Land für Russland immer unattraktiver. Die einheimischen Indianer gewannen allmählich ihr Land zurück. Um die Staatskasse nach dem verlorenen Krimkrieg wieder aufzufüllen, stimmte Zar Alexander II. einem Vertrag zu, den sein Botschafter in den USA, Baron Eduard von Stoeckl, am 30. März 1867 mit US-Außenminister Seward in Washington unterzeichnet hatte. Danach verkaufte das Zarenreich Alaska für 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. 1867 entdeckte man das erste Gold, was zum bekannten Goldrausch führte. Besonders die Goldgewinnung im Klondikegebiet von 1896 war bis etwa 1945 sehr wichtig.


Am 3. Januar 1959 wurde Alaska der 49. Bundesstaat der USA.


Literatur

  • Littke, Peter: Vom Zarenadler zum Sternenbanner. Die Geschichte Russisch-Alaskas. Magnus-Verlag, Essen, 2003, ISBN_3884000195.


Weblinks



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