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Alaró

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Alaró ist eine Kleinstadt der spanischen Balearen-Insel Mallorca.


Inhaltsverzeichnis


1 Statistische Daten

2 Lage

3 Geschichte

4 Klima

5 Sehenswürdigkeiten

6 Sonstiges

  6.1 Industrie


Statistische Daten

Die Gemeinde Alaró hat eine Fläche von 45,7 km² mit 4200 Einwohnern (2003). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 88,2 Personen pro km².


Noch 1991 gab es in der Gemeinde noch 36 Analphabeten. Die Mehrheit der Bevölkerung besitzt einen Grundschulabschluß. Der auf der Insel gesprochene katalanische Dialekt wird Mallorquí genannt. 1991 waren 84,06 Prozent der Einwohner Mallorquiner, 9,7 Prozent kamen aus anderen spanischen Provinzen und 6,24 Prozent waren Ausländer. Die höchste Einwohnerzahl wurde 1920 mit 6197 Personen notiert, die niedrigste 1981 mit 3256, seitdem steigt sie aber langsam wieder an.


Lage

Alaró liegt nordwestlich von Palma am landseitigen Fuße der Serra de Tramuntana. Acht Berggipfel gehören zu dieser Gemeinde, wobei der Puig de Sa Font Fresca in der Serra de Tramuntana mit 836 m die höchste Erhebung ist, der Puig Ventós mit 274 m der niedrigste.


Geschichte

Alaró wurde erstmals 1241 mit dem Namen Oloron in einem Dokument erwähnt. Doch die Herkunft des Namens liegt noch immer im Dunkeln. Zwei Theorien werden vertreten.


  • Die erste geht auf den Namen Ilurone zurück, mit wahrscheinlich iberischem Ursprung, den man im historischen Spanien häufig als Stadtnamen fand.
  • Die zweite Theorie führt an, dass das Wort von dem arabischen Ausdruck hisn al-rum, (حصن الروم) "Römerfestung", abgeleitet wurde, wobei hisn (حصن) "Burg" oder "Festung" bedeutet und al-rum, (الروم), "Römer" oder "Byzantiner" mit dem Artikel "al" davor. Rum wäre dabei zu run geworden. Die Bezeichnung hisn al-arun findet sich In einem Text von Al-Zuhri, in dem die Eroberung der Insel im Jahre 903 durch den Islam geschildert wird. Al-Zuhri erwähnt eine gebaute Festung, an einem hohen und einsamen Ort, eine hisn al-arun (حصن الارون), was eigentlich "Festung Arons" hieße.


Die Männer Alarós werden Alaroner, die Frauen Alaronera genannt.


Mit der tragischen Geschichte des Königreiches Mallorca ist untrennbar die Verteidigung des Castell d'Alaró verbunden. Wie weit die Geschichte der Festung hoch oben auf dem 825 m hohen Puig d'Alaró zurückreicht, liegt im Dunkeln. Die Araber nannten sie Burg der Christen. Acht Jahre soll sie den Angriffen der Mauren standgehalten haben, als sie diese zu Beginn des 10. Jahrhunderts Mallorca eroberten. Sicher ist, daß die Araber die überaus günstige Position des Berggipfels erkannten und die Burg ausbauten.


Warum der arabische Gouverneur Benahabat das Kastell kurz nach der christlichen Wiedereroberung im Jahre 1231 kampflos übergab, darüber weiß die Geschichte nichts zu berichten. Wiederum wurde die Festung erweitert und modernisiert. Sie galt von nun an als uneinnehmbar. 1285 wurde das Castell d'Alaró ein weiteres Mal angegriffen, diesmal durch den aragonesischen König Alfons II. Sein Onkel Jaume II. war als König von Mallorca Vasall der Krone von Aragón, galt jedoch als unzuverlässig und hatte sich heimlich mit Frankreich verbündet, daß gewillt war, Aragón zu vereinnahmen. Alfons II. führte eine Strafexpedition nach Mallorca und konnte Palma in wenigen Tagen erobern, nicht aber das Castell d Alaró.


Dies dauerte einige Jahre. Als er es schließlich dann doch schaffte, so schreibt die Legende, ließ König Alfons die beiden Anführer des Widerstandes, Guillem Cabrit (Ziegenbock) und Guillem Bassa (Brasa-Holzkohle), in Anspielung auf deren Namen, bei lebendigem Leibe auf zwei Spießen rösten.


Diese Tat war der Grund für die Exkommunizierung von Alfons durch den Papst. Jaume erhielt sein Königreich Mallorca zurück, nachdem er Aragón die Treue schwor.


Bei der endgültigen Zerschlagung des Königreiches Mallorca durch Pere IV. von Aragón im Jahr 1349 fiel auch das Castell d'Alaró und wurde bis heute zur Ruine.


Klima

In Alaró werden das ganze Jahr über Niederschläge registriert. Der trockenste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 11,9 l/m².


Die höchste Niederschlagsmenge innerhalb von 24 Stunden wurde am 21. April 1981 am S'Hort Nou mit 175,5 l/m² notiert..


Sehenswürdigkeiten

  • Castell d'Alaró (mit ausgezeichnetter Rundsicht).
  • Jeden Freitag ist am Rathaus Wochenmarkt.
  • Fiesta Sant Pere am 29. Juni
  • Fiesta Sant Roc am 16. August


Sonstiges

Alaró isr eine Stadt ohne große Hotelanlagen. Aufgrund des Castell d'Alaró und den wunderbaren Wandermöglichkeiten ist es in der Hauptsaison stark frequentiert.


Industrie

Über 100 Jahre förderten Bergleute das Mineral Kohle in Alaró zu Tage.


Dabei gelangte dieser heute vergessene Industriezweig durchaus zu bescheidener Tradition. In den Jahren des Kohlebooms, die mit dem Kuba-Krieg (1898) und dem spanischen Bürgerkrieg (1936-39) zusammenfielen, gab es auf der Insel mehrere hundert Bergleute. In Alaró, Lloseta und Selva bis zu 200 Meter unter der Erde, in Biniamar und Sineu im Tagebau. 1987 wurde die Zeche in Alaró geschlossen.


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