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Alarmierungssysteme der Feuerwehr

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Alarmierungssysteme der Feuerwehr haben die Aufgabe bestimmte Feuerwehren zu alarmieren.


Die Alarmierung der Feuerwehren durch die Leitstelle kann über verschiedene Methoden erfolgen.


Inhaltsverzeichnis


1 Funkalarmierungssystem

  1.1 Analoges System

  1.2 Digitales System

2 Sirenenalarmierung

3 SMS-Alarmierung

4 Siehe auch


Funkalarmierungssystem

Eine Methode ist die stille Alarmierung von Einsatzkräften über tragbare Funkmeldeempfänger (FME, auch Piepser oder Pieper). Im Einsatzfall werden diese FME durch die Leitstelle ausgelöst.


In Deutschland ist das System ist innerhalb des BOS-Funks, also auch bei der Feuerwehr, bundesweit standardisiert, wobei gerade ein Generationenwechsel von alten analogen Funknetzen hin zur digitalen Übertragung stattfindet. In Österreich ist ein digitales Netz erst in der Ausschreibungsphase (siehe Funksystem der BOS in Österreich)


Analoges System

Die analogen Funkmeldeempfänger sind seit 1975 innerhalb der BRD bundeseinheitlich geregelt und empfangen auf der normalen Funkfrequenz einer Stadt bzw. eines Landkreises. In Österreich sind die Frequenzen jeweils Bundesländerweit geregelt. Die Alarmierung erfolgt über das Senden einer speziellen Fünftonfolge, bei der nacheinander 5 kurze Töne unterschiedlicher Frequenz (zwischen 1060 Hz und 2400 Hz) gesendet werden. Die Tonhöhe (also Frequenz) steht hierbei für eine Ziffer von 0-9, bzw. ein Wiederholzeichen (damit nicht aufeinanderfolgend zweimal derselbe Ton gesendet wird).


Jede Feuerwehr hat für ihre Funkmeldeempfänger und Sirenen eine - oder auch mehrere - dieser Nummern zugeteilt bekommen. In Deutschland steht hierbei die erste Ziffer für das jeweilige Bundesland (5=Hessen, 8=Rheinland-Pfalz etc.), die vier weiteren Ziffern wurden durch das Bundesland vergeben.


Zur Alarmierung wird diese Fünftonfolge der zu alarmierenden Feuerwehr von der Leitstelle über Funk (4m-Band) gesendet, gefolgt von einer Durchsage, meist über die Art des Einsatzes. Über entsprechende Alarmierungspläne ist es den Feuerwehren möglich, je nach Art des Einsatzes zu bestimmen, welche Fünftonfolgen gesendet werden, um somit die Alarmierung der Einsatzkräfte an die Sachlage anzupassen. Von manchen Leitstellen wird nach der Fünftonfolge vor der Durchsage erst noch ein so genannter Weckton gesendet. Um eine Sirene auszulösen folgt üblicherweise anstelle der Durchsage ein Steuerton (Ziffern 7 und 4). Dieser charakteristische Brummton wird auch Sirenenton genannt.


Digitales System

Die digitale Alarmierung wird im 2m-Oberband realisiert. Somit wird der "normale" BOS-Sprechfunkverkehr im 4m-Band nicht belastet. Digitale Alarmierungen werden durch einen digitalen Alarmgeber, welche über einen digitalen Alarmsetzer ausgesetzt werden, durchgeführt. Zum Empfang benötigt man einen digitalen Meldeempfänger. Der Alarm wird in Form von Textnachrichten (Einsatzort, Einsatzstichwort usw.) übertragen. Weiterhin bietet die digitale Alarmierung eine bessere Übertragungs- und Empfangsbereitschaft, zum Beispiel in Gebäuden.


Sirenenalarmierung

Eine zweite Methode ist die laute Alarmierung über eine oder mehrere im Ort installierte Sirenen. Es gibt vereinzelt Städte, die nicht mehr über Sirenen alarmieren, diese Städte sind jedoch Ausnahmen. 80% aller Kommunen in Deutschland benutzen für die Alarmierung ihrer Einsatzkräfte Sirenen. In Österreich hingegen wird bei Feuerwehren mit höherer Einsatzfrequenz in den meisten Fällen nicht mehr mit Sirene alarmiert, um einer Lärmbelästigung der Bevölkerung aus dem Weg zu gehen. Allerdings gehen auch manche Feuerwehren den entgegengesetzten Weg und lassen die Sirene bewusst auslösen, um der Bevölkerung zu zeigen, dass die Feuerwehr wieder unterwegs ist.


Die Sirenen werden von der Leitstelle über Funk, durch eine 5stellige Tonfolge ausgelöst, in seltenen Fällen geht dies auch vom Feuerwehrhaus selbst, wo oft auch auf der Außenseite des Hauses ein Druckknopfmelder angebracht ist.


Siehe auch:




SMS-Alarmierung

Eine relativ neue Methode alarmiert die Feuerwehrangehörigen durch eine SMS auf ihr Mobiltelefon. Vorteil ist das es sich um eine vergleichsweise billige Methode handelt, da die Infrastruktur und die Endgeräte meist vorhanden sind. Nachteil ist, dass SMS ein "best effort" Service ist, das heißt, es kann mehrere Stunden dauern bis eine "Alarm"-Nachricht ankommt, oder sie kann sogar ganz verloren gehen. Ein weiterer Nachteil ist, dass bei Stromausfall die Mobilfunksender auch nur eine beschränkte Zeit eine Notstromversorgung haben und dann ein Mobilfunknetz nicht mehr zur Verfügung steht. Dies hat sich vor allem im Katastropheneinsatz wie Hochwasser als nachteilig herausgestellt. Deshalb wird diese Methode, wenn es finanziell für die einzelne Feuerwehr möglich ist, nur als Zusatzalarmierung oder als Benachrichtigung verwendet.


Siehe auch



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