Ali ibn Hammud al-Nasir († 1018), Kalif von Cordoba (1016-1018)
Ali ibn Hammud al-Nasir hatte sich nach dem Ausbruch der Wirren im Kalifat von Cordoba als Statthalter von Ceuta und Tanger eine starke Machtposition zwischen den Bürgerkriegsparteien aufgebaut, zumal sein Bruder al-Qasim al-Mamun auch Algeciras beherrschte. Nach der zweiten Inthronisierung von Sulaiman al-Mustain (1013-1016) nahm Ali ibn Hammud Kontakte zu den Berbertruppen in Cordoba auf und konnte durch deren Verrat Sulaiman gefangen nehmen und hinrichten lassen.
Mit Ali ibn Hammud gelangte der erste Nichtumayyade auf den Kalifenthron von Cordoba (siehe auch: Kalifat von Cordoba). Gegen diesen wurde in Valencia mit Abd ar-Rahman IV. ein Urenkel Abd ar-Rahman III. zum Kalifen ausgerufen. Zwar verbündete dieser sich mit dem Statthalter von Saragossa und dem Grafen von Barcelona, doch konnten die Hammudiden Cordoba behaupten. Ali wurde allerdings schon 1018 von seinen Sklaven ermordet. Nachfolger wurde sein Bruder al-Qasim al-Mamun der bisher Statthalter in Sevilla gewesen war.
Literatur
Arnold Hottinger: Die Mauren, Arabische Kultur in Spanien, Wilhelm Fink Verlag, 1995
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