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Aksum

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Aksum (auch Axum geschrieben) ist die frühere Hauptstadt des Königreichs von Aksum. Heute liegt sie im Norden Äthiopiens, ca. 50 km von der Grenze zu Eritrea entfernt mit einer Einwohnerzahl von 14.000 bis 20.000 Menschen in der Provinz Tigre. Aksum gilt in der koptischen christlichen Kirche als heilige Stadt.


Die Stadt Aksum

[Bild extern:] Zeichnung einer Stele aus Aksum


Die Gründung der Stadt Aksum wird für 300 v. Chr. angenommen. Gegründet wurde sie von semitischen Stämmen, die um 1500 v. Chr. in Ostafrika eingewandert waren. In der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts wurde sie, nach dem Übertritt König Ezanas von Aksum zum Christentum, eine der ersten christlichen Hauptstädte. Aus vorchristlicher Zeit stammen die imposanten Stelen, die an Hochhäuser erinnernd, als Grabmäler aufgebaut wurden. Eine ca. 30 Meter hohe Stele (517 Tonnen schwer) zerbrach vermutlich schon bei ihrer Errichtung. Kleinere Exemplare haben bis heute aufrecht der Zeit getrotzt. Die Stadt litt ab ca. 600 unter dem Zusammenbruch des Reiches und war zwischenzeitlich verlassen, erhielt später jedoch wieder Bedeutung unter anderem als religiöses Zentrum. Aksum blieb Ort der Krönungen äthiopischer Könige bis zur Zeit Kaiser Haile Sellasies im 20. Jahrhundert.


Heute ist Aksum eine Provinzhauptstadt, die 1980 aufgrund ihrer historischen Ruinen und der herausragenden Geschichte in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde.


Im Glauben der äthiopisch-orthodoxen Kirche befindet sich die israelitische Bundeslade in Aksum. Diese soll, einer äthiopischen Schrift aus dem 13. Jahrhundert nach, von Menelik, dem Sohn König Salomons und der Königin von Saba ins Land geholt worden sein. Ein Mönch ist noch heute mit der Bewachung der Reliquie als lebenslangem Amt beauftragt.


Die religiöse Geschichte der Stadt führt zu ihrer besonderen Bedeutung in der äthiopischen Kirche.


Das Königreich von Aksum

Das Königreich bestand vermutlich schon im 1. Jahrhundert. Im Jahr 975 wurden letzte Reste von heidnischen Eindringlingen zerstört. Das Reich von Aksum gilt als einer der ersten afrikanischen Staaten (nach Ägypten und den angrenzenden nubischen Staaten). Stadtentwicklungen gab es auf dem Gebiet seit dem 5. Jahrhundert v.Chr. Kulturell (Architektur, Sprache, Schrift und Religion) war das Gebiet mit Saba (Jemen) verbunden. König Ezana eroberte um 350 das nubische Königreich von Meroë. Dies begründete ein Gebiet, das von Assuan Südägypten im Norden bis an das Rote Meer im heutigen Eritrea und dem nördlichen Äthiopien reichte und 522-574 auch südarabische Landschaften auf der gegenüberliegenden Seite des Roten Meeres auch südarabische Landschaften kontrollierte.


Im Jahr des Elefanten zogen Aksumiten von dem Gebiet des Jemen aus mit Kriegselefanten bis nach Mekka. Dieses Reich war zu der Zeit eines der vier bedeutendsten Imperien der Welt und wurde mit Rom, Persien und einem großen östlichen Reich verglichen (vermutlich war Indien gemeint). Geographisch günstig gelegen, war es für seine Brückenfunktion im Handel zwischen dem römischen Reich, Asien und dem inneren Afrika berühmt.


Die Sprache des aksumitischen Königreiches war Ge'ez, eine semitische Sprache, welche als heilige Sprache noch Bestand hat (ähnlich der Benutzung des Latein in der katholischen Kirche).


Die aufkommende Ausbreitung des Islams führte im siebten Jahrhundert zum Niedergang des Königreiches, als Gebiete an der Küste vom christlichen Königreich abgetrennt wurden und die alten Handelswege so behindert waren. Nun stärker abgeschlossen von der Aussenwelt, konnten sich Teile der aksumitischen Kultur besonders in Äthiopien bewahren. Dass das Christentum nicht stärker bekämpft wurde und so überlebte, wird durch die Haltung des aksumitischen Königs während der Hidschra erklärt, als dieser die Anhänger Mohammeds beschützt hatte. Nach dem Rückzug ins äthiopische Hochland entstand im 12. Jahrhundert das Königreich Äthiopien um Lalibela herum.


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