Inge Aicher-Scholl war die älteste Schwester der von den Nationalsozialisten hingerichteten Geschwister Scholl. Sie gründete 1946 in Ulm die dortige vh, eine der ersten Volkshochschulen im Nachkriegsdeutschland. 1950 rief sie die Geschwister-Scholl-Stiftung als Trägerin der Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG Ulm) ins Leben. Über ihre Geschwister Hans und Sophie und deren Münchener Widerstandsgruppe veröffentlichte sie 1952 das Buch "Die weiße Rose". Im selben Jahr heiratete sie den Gestalter Otl Aicher.
1972 übersiedelte die Familie nach Rotis bei Leutkirch im Allgäu. Seit 1978 engagierte sich Inge Aicher-Scholl intensiv in der Friedensbewegung. So nahm sie etwa 1985 an Blockaden vor dem amerikanischen Militärdepot in Mutlangen teil und wurde dafür zu einer Geldstrafe verurteilt.
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