wer ist, was ist, wo ist, wann war, was war - Lexikon / Chronik / Biografie / Wissen - Ahnert, Paul Oswald


Werbung

Produkte / Services :|: Chronik CD :|: als Startseite | zu den | empfehlen :|: Impressum
Lexika @ InfoBitte.de :|: Universal-Lexikon | WeltKunst | Geteiltes Deutschland | Zweiter Weltkrieg
WeltChronik.de :|: Welt | Deutschland | Kultur/Kunst/Technik :|: BildDatenBank :|: Biografien

Navigation

WeltChronik
Deutsche Chronik
KulturChronik
Biografien
Bilddatenbank
Kalenderblatt
Epochen
Lexika @ InfoBitte.de
Produkte

Suchfunktionen
Chronik-Jahr direkt

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'
PARTNER
Ahnenforschung

Quellen für die Schule

FREE 4 WebMasters

Wir haben eine ganze Palette kostenloser Angebote von uns
für WebMaster und HomePage Besitzer aufbereitet

Holen Sie sich hier ab

was Sie gerne einsetzen würden
Suchfunktionen, Kalenderblatt, uam
für Ihre WebSite



Ahnert, Paul Oswald
eine InfoBitte / WeltChronik
Biografie / Biographie / Biography

* 22. November 1897 - † 27. Februar 1989

Entwickelt von ICA-D aus der XML-Version der deutschen WikiPedia
© 2004/2005 ff by de.wikipedia.org, teilw. by ICA-D
blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Paul Oswald Ahnert (* 22. November 1897 in Chemnitz, † 27. Februar 1989 in Sonneberg) war ein deutscher Astronom.


Er ist unter Fach- und Amateurastronomen weithin bekannt als Herausgeber des astronomischen Jahrbuchs Kalender für Sternenfreunde. Sein hauptsächliches Forschungsgebiet waren die veränderlichen Sterne. Im Rahmen der Sonneberger Himmelsüberwachung - einem Langzeit-Forschungsprojekt zur Beobachtung und fotografischen Überwachung veränderlicher Sterne - war er an vielen Entdeckungen der Sternwarte Sonneberg beteiligt. Auch seine Beobachtungsreihen zur Sonnenfleckenstatistik sind von wissenschaftlichem Wert.


Leben

Paul Ahnert wurde in Chemnitz im Königreich Sachsen geboren. Schon als Kind beeindruckte ihn der Sternenhimmel und Anregungen seines Naturkundelehrers veranlassten ihn, sich näher mit Fragen der Astronomie zu beschäftigen. Von 1912 bis 1917 ging er auf das Lehrerbildungsseminar in Frankenberg, um Volksschullehrer zu werden. Damals begann er mit einem Feldstecher Himmelsbeobachtungen durchzuführen. Das Ende des 1. Weltkriegs erlebte er als Frontsoldat. Nach der Rückkehr aus dem Krieg wurde er in Burkhardtsdorf bei Chemnitz Volksschullehrer. Für intensivere astronomische Himmelsbeobachtungen leistete er sich ein kleines, leistungsstarkes Teleskop und errichtete eine kleine Privatsternwarte. Am meisten interessierten ihn veränderliche Sterne und die Sonne. Seine erste Veröffentlichung erschien 1923 in den "Astronomischen Nachrichten" (AN 219, S. 165-170) über langperiodische veränderliche Sterne, die er von seiner Privatsternwarte aus beobachtet hatte.


Durch Beobachtungsreihen an damals wenig bekannten veränderlichen Sternen, erwarb er sich bis Anfang der 1930er Jahre Anerkennung unter Fachastronomen. Wahrscheinlich wäre er aber auf Dauer Lehrer geblieben, wenn ihn nicht die faschistische Machtergreifung 1933 aus der Lebensbahn geworfen hätte. Als engagierter SPD-Genosse kam Paul Ahnert vier Monate ins KZ, erhielt Berufsverbot und musste danach den Lebensunterhalt seiner Familie mit schlecht bezahlten Gelegenheitsarbeiten bestreiten. Die schwierige Lebenslage des ambitionierten Amateurastronomen sprach sich unter Sternenfreunden herum und nahm 1938 eine glückliche Wendung. Cuno Hoffmeister holte ihn nach Sonneberg und beschäftigte ihn unter der Hand in der Sternwarte Sonneberg. Später erreichte Hoffmeister mit Unterstützung durch Paul Guthnick sogar, dass Paul Ahnert - entgegen den gesetzlichen Vorschriften - wieder in den Staatsdienst übernommen wurde und als Beobachter und Auswerter im Rahmen der Sonneberger Himmelsüberwachung mitarbeiten durfte. Durch intensive Studien der Verteilung der Mira-Sterne entdeckte er bereits 1939 den Zusammenhang ihrer altersabhängigen Lokation in bestimmten Regionen der Milchstraße. Neben der Himmelsbeobachtung wirkte er auch an der Entwicklung von Beobachtungs- und Auswertungs-Instrumenten mit.


Cuno Hoffmeister gelang es, die Forschungstätigkeit in Sonneberg während des 2. Weltkrieges aufrecht zu erhalten und auch danach unter sowjetischer Besatzung die Weiterbeschäftigung seiner Mitarbeiter zu sichern. Paul Ahnert blieb deshalb nach dem Krieg als Astronom in Sonneberg. An der Sternwarte arbeitete ab 1945 auch die Astronomin Eva Rohlfs, die er 1952 heiratete und deren frühen Tod er 1954 beklagen musste. Schon während des Krieges war seine erste Ehe mit Magit auseinander gegangen, als diese sich zum Kiegsdienst verpflichten ließ. Ab 1948 gab er den "Kalender für Sternenfreunde" heraus. Außerdem veröffentlichte er für Amateurastronomen Beobachtungsanleitungen und ein astronomisch-chronologisches Tafelwerk, mit dem z.B. Sonnen- und Mondfinsternisse sowie Planetenpositionen über sechs Jahrtausende hinweg mit erstaunlich hoher Genauigkeit und sehr geringem Rechenaufwand bestimmt werden können. 1957 verlieh ihm die Friedrich-Schiller-Universität Jena den Ehrendoktortitel und würdigte damit seine Verdienste.


Mit Unterstützung seiner dritten Ehefrau Elisabeth blieb er bis zum 90. Lebensjahr Herausgeber des "Kalenders für Sternfreunde" und korrespondierte mit vielen Fach- und Amateurastronomen in Ost und West. Aber auch an der Sternwarte war er noch jenseits seines 80. Geburtstags tätig und beobachtete regelmäßig den Sternenhimmel mit einem eigens für ihn bereitgestellten Spiegelteleskop. Erst 1988 übergab er die Herausgabe des "Kalenders für Sternenfreunde" an den Sonneberger Astrophysiker Rainer Luthardt. Paul Ahnert verstarb im Alter von 91 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Sonneberg. Zur Erinnerung an ihn erhielt der Planetoid (3181) den Namen Ahnert.


Bibliografie

  • Die veränderlichen Sterne der nördlichen Milchstraße. T.4. (bearbeitet von C. Hoffmeister u. P. Ahnert) Veröffentlichungen der Sternwarte zu Sonneberg (1947)
  • Der Lichtwechsel von 46 hellen Mirasternen. Akademie-Verlag Berlin (1954)
  • Astronomisch-chronologische Tafeln für Sonne, Mond und Planeten. J. A. Barth Verlag Leipzig (1960, 1961, 1965))
  • Beobachtungsobjekte für Liebhaberastronomen. J. A. Barth Verlag Leipzig (1961 u. 1968)
  • Mondkarte in 25 Sektionen. (zusammen mit W. G. Lohrmann u.a.) J. A. Barth Verlag, Leipzig (1963)
  • Astronomische Abhandlungen. (zusammen mit C. Hoffmeister) J. A. Barth Verlag Leipzig (1965)
  • Kleine praktische Astronomie. Hilfstabellen und Beobachtungsobjekte. J. A. Barth Verlag Leipzig (1986) ISBN_3335000005
  • Kalender für Sternenfreunde. Astronomisches Jahrbuch. J. A. Barth Verlag Leipzig (40 Jahrgänge: 1948-1988; Herausgeber: P. Ahnert)


blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter




Wörterbuch


Produkte
2000 Jahre
Chronik CD-ROM


Kalenderblatt in
Schmuckblatt
Ausführung


Geburtstags-Bios

Suchen/Google-Ads
Kalenderblatt
druckfertig
( DirectDownloads )
Kalenderblätter
druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter
zum Selbstdrucken

im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5
über Click&Buy
JAN | FEB | MÄRZ
APRIL | MAI | JUNI
JULI | AUG | SEPT
OKT | NOV | DEZ

Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen
Andere Einzeltage
oder Zahlungsarten

bitte HIER bestellen


© 2000 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe


| Immer | Unsere | InfoBitte weiterempfehlen
KALENDERBLATT von HEUTE | SUCH-Funktionen ALLE und nach BEREICHEN | Startseite
Welt-Chronik | Kunst-, Kultur-, Technik-Geschichte | Deutsche Chronik | 2000 Biografien | Bild-Datenbank
Gesetzestexte | SkateGuide | Online Jigsaw Puzzles | GeschenkTip | Produkte, Services, Impressum



*NEU* bei InfoBitte *NEU*



die deutsche WikiPedia
bei InfoBitte.de mit
650,000 Querverweisen zu
2000 Jahre Chronik



InfoBitte
Portal zu Portalen
Hauptseite


Suchfunktionen

Wissen, Biografien, Geschichte
besser gezielt suchen mit
domain-Filterung

die Links führen im neuen Fenster
zu den jeweiligen Hauptseiten,
das Anklicken eines Buttons zur
Filterung für die Google-Suche



Google
Lexika @ InfoBitte.de

ib InfoBitte.de (alle Lexika)
ib Universal-/Hand-Lexikon
die WikiPedia @ InfoBitte
ib L. WeltKunstGeschichte
ib L. Geteiltes Deutschland
ib L. Zweiter Weltkrieg

2000 Jahre Chronik

WeltChronik.de (Texte)
  
WeltChronik auf CDROM
deutsche Geschichte
Kultur-/TechnikGeschichte
WeltChronik Bilder
Chronik Biografien

Google
2000 Jahre Chronik
offline auf CDROM

Hier Kaufen


WeltChronik Jahr...
(eigene Suchfunktion)

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'





Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin