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Agfa Rapid

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Agfa Rapid ist der Name für ein spezielles Kleinbildfilm-System.


Übersicht

In den 1960er Jahren brachte Kodak mit dem Instamatic-System erfolgreich ein neues Filmformat an den Markt, auf den Agfa mit der Vorstellung des Agfa Rapid Systems antwortete. Beide Systeme wollten das für manche Hobby-Photographen schwierige Filmeinlegen eines Kleinbildfilms in die Kamera vereinfachen.


Technik

Während Kodak ein völlig neues Filmformat benutzte, basierte Agfa Rapid auf normalem Kleinbildfilm, verpackt in eine spezielle Kasette, die mit der üblichen Kleinbildfilm-Kasette nicht kompatibel war. Die Kasette hat unter anderem keinen Wickeldorn. Die wie beim Kleinbildfilm herausragende Filmlasche war gerade geschnitten und speziell geprägt, um einen Vordrall zu erreichen.


Die speziell für diesen Film von Agfa und anderen deutschen Herstellern angebotenen, meist einfachen, Kameras wurden mit einer Leerkasette ausgeliefert. Nach dem Einlegen des Films und Schließen der hinteren Klappe spulte sich der Film beim Filmtransport selbst Bild für Bild in die Leerkasette. Das Bildformat war meist quadratisch (24mm x 24mm), bei max. 24 Bildern pro Film. Die volle Kasette wurde dann zum Entwickeln abgegeben, und die nun leere Kasette für den nächsten Film zum Aufwickeln benutzt.


Als Vorteile des Systems kann man nennen:


  • einfache Benutzung,
  • automatische Empfindlichkeitseinstellung über eine entsprechende mechanische Marke an der Kasette,
  • Schutz vor Bildverlust beim versehentlichen Öffnen der Rückwand, da der größte Teil des Films sich lichtdicht in je einer der Kasetten befindet.


Marktbedeutung

Das Rapid-System war im Grunde eine Neuauflage des AGFA-Karat-Filmsystems aus der Vor- und Nachkriegszeit. Als Gegengewicht zum Instamatic-System versuchte AGFA weltweit andere Kamerahersteller zu überzeugen und im sog. "Rapid-Club" auf sein System einzuschwören. Es ging natürlich um die Marktbeherrschung als Filmhersteller gegenüber Kodak. Zunächst gelang es, dann bröckelte der "Club" ab und selbst AGFA stellte parallel Kameras für sein Rapid- und das Instamatic-System her. Der Markterfolg war mäßig und konnte zahlenmäßig mit dem Instamatic-System nicht mithalten. Schon in den 1970er Jahren verschwand das System wieder vom Markt.


Aber: Wer eine Rapid Kamera und entsprechende Kasetten heute noch hat, kann diese mit Film-Meterware füllen und noch benutzen, die Filme muss man aber selbst entwickeln.


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