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Aequalismus

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Aequalismus

Im lateinischen Begriff »aequalis« steckt das Verbum »aequus«, welches mit »gleich«, »gerecht« oder »eben« zu übersetzen ist.


Der Aequalismus will, dass alle Menschen gleich und unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Stand geachtet und behandelt werden. Er steht ein für eine gerechtere Welt und will das, was verbessert werden kann, verbessern. Er verabscheut die Macht de Einzelnen, er versucht, die Machtverteilung möglichst eben zu gestalten.


Die Pfeiler des Aequalismus sind Humanismus und Kommunismus.


Für ihn hat der einzelne Mensch Priorität, für ihn steht er über den Interessen des Kapitals. Um zu erreichen, dass der Mensch einen ihm angemessen Stellenwert hat, muss der Materialismus abgeschafft werden. Dies geht nur durch das Abschaffen des Kapitalismus; denn solange für die Menschen das Vergrössern des eigenen Vermögens Vorrang hat, werden die Belangen der anderen ignoriert.


Warum die Menschen nicht aus diesem Egoismus erwachen, ist unverständlich. Fest steht nur, dass die Gesellschaft nach und nach unter dem Materialismus eingeschläfert wurde. Es wurde dem Bürger gesagt, dass das höchste Ziel eines jeden Menschen grosse Besitztümer sein sollten. Es wurde ihm auch verboten, selbstständig zu denken. Wer sich nicht anpasst, hat keine Überlebenschance.


Andersdenkende werden von den Machtmännern verflucht, die Bürger verfluchen ihnen nach. Die Herrschaftsklasse hat die Gerechtigkeit so zur Ungerechtigkeit verdreht.


Der Aequalismus will den Menschen wieder beibringen, eine eigene Meinung zu bilden; so werden sie auch wieder eine vernünftige Meinung annehmen.


Der Aequalismus verlangt des Weiteren, dass die Produktionsstätten wieder dem Volk gehören und dass sämtliche öffentliche Deinste ebenfalls in des Staates Hand übergeben werden. Es ist schändlich, dass einige wenige private Unternehmer die Herrschaft über die Versorgung des ganzen Landes inne haben. Der Aequalismus wendet sich aber nicht allgemein gegen Privateigentum, sondern gegen das schändliche Privateigentum.


Der Vorwurf, der Kommunismus sei repressiv, fördere die Trägheit, missachte die Menschenrechte, erschaffe Dikataturen und lehne die Demokratie ab, ist - zumindest beim Aequalismus - gegenstandslos: Er will die staatliche Repression abbauen; er fördert auch auf keiner Weise die Trägheit; Arbeit ist weiterhin notwendig. Er setzt sich für die heute viel zu häufig missachteten Menschenrechte ein; sein Ziel ist es, dass keiner zu viel Macht besitzt und dass die Demokratie weiter durch vollständige Transparenz ausgebaut wird. Das, was man heute Demokratie nennt, ist sicherlich keine Herrschaft des Volkes, es ist immer noch die Herrschaft der Reichen, der Bourgeoisie.


Das endgültige Ziel des Aequalismus ist ein vom Volk durch Bildung, Erkenntnis und Gerechtigkeit regierter Welteinheitsstaat, gleich einer Utopie.


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