Es zeichnet sich aus durch eine hügelige Landschaft, 3 Kleinstädte, 14 Dörfer und diverse Höfe. Es eignet sich gut zum Wandern und Fahrradfahren und verfügt über relativ einsame Badestrände. Angler schätzen diese Insel ebenso wie Künstler.
Historisches Zentrum ist die malerische Stadt Ærøskøbing mit ihren engen Gassen und alten Fachwerkhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Wichtiger Hafen ist Marstal. Wirtschaftszentrum ist Søby.
Beim zentralen Ort Molde, auf dem höchsten Punkt der Insel, befindet sich die Friedensbank des Bildhauers Erik Brandt. Sie soll die Menschen dazu einladen, beim Blick über diese Insel und das Meer über den Weltfrieden nachzudenken.
Verkehr und Technik
Ærø ist die einzige der 'großen' dänischen Ostseeinseln, die nicht durch eine Brücke mit der Außenwelt verbunden ist. Das hat zur Folge, dass es hier keinen Durchgangsverkehr gibt und dass sich auch sonst der Straßenverkehr in Grenzen hält.
Es bestehen Autofähren-Verbindungen nach Alsen, Fünen und Langeland. Ærø liegt in dem beliebten Segelrevier der sogenannten dänischen Südsee. Darüberhinaus gibt es einen Flugplatz bei Marstal, der die Ferieninsel aus der Luft bedient. Allerdings dient diese Graspiste den Ærø-Besuchern eher als Ausgangspunkt für Rundflüge über die südfünische Inselwelt.
Die Anreise aus Deutschland erfolgt in der Regel über die A7 (oder den Zug)
nach Flensburg. Von dort geht es gleich hinter der Grenze rechts in Richtung Osten auf die Nationalstraße 8 ab (Wanderer und Radler nehmen bei schlechtem Wetter den Linienbus ab Flensburg nach Sønderborg). Nach ca. 30 km kommt Sønderborg, und dann quert man die Insel Alsen bis zum kleinen Hafen Mommark, von wo eine kleine Autofähre nach Søby verkehrt. Nach ca. einer Stunde 'Kreuzfahrt' ist Ærø erreicht.
Geheimtipp: Wenn Sie nach Kopenhagen wollen und Zeit mitbringen, dann wählen Sie weder die Vogelfluglinie noch die Jütlandlinie, sondern machen erst einmal Urlaub auf Ærø, bevor Sie von dort bequem nach Fünen und dem dortigen europäischen Verkehrswegenetz weiter reisen.
Auf Ærø befindet sich nach eigenen Angaben die größte Solarenergie-Anlage der Welt mit 18.365 m² Fläche. Sie deckt ein Drittel des Stromverbrauchs der größten Stadt Marstal (über 2.000 Einwohner).
Geschichte
Es gibt archäologische Funde, die eine Besiedlung seit über 10.000 Jahren nachweisen. Auf der Insel finden sich einige Hünengräber und eine alte Thingstätte.
1629 zerstörte ein Brand die Inselmetropole Ærøskøbing. Ansonsten blieb Ærø von Verheerungen verschont. 1750 wurde das vorher in Enklaven verschiedener Herzogtümer zersplitterte Eiland in einer Verwaltungseinheit zusammen gefasst. Bis 1864 gehörte Ærø zum Herzogtum Schleswig. Die Website des Touristenbüros [1] hält als neueres wichtiges Datum das Jahr 2000 fest, wo eine Bürgerbewegung der Insulaner die Seefahrtsschule in Marstal vor der Schließung rettete.
Flora und Fauna
Auf Ærø ist der ansonsten beinahe ausgestorbene Glockenfrosch [2] (Alytes obstetricans - auch: Geburtshelferkröte) heimisch. [3]
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