Der AC Parma (Parma Associazione Calcio) ist ein ehemaliger Fußballverein aus der norditalienischen Stadt Parma. Der Verein wurde 1913 unter dem Namen Verdi AC gegründet. Nach der Insolvenz des Mutterkonzerns Parmalat wurde der Verein im Sommer 2004 aus der Konkursmasse herausgelöst und als FC Parma neu gegründet.
Der Spitzname der Spieler des AC Parma war Gialloblù (dt.: gelbblau) nach den Farben des Vereins. Spielstätte des Vereins war das 29.050 Zuschauer fassende Stadio Comunale Ennio Tardini.
Geschichte
Der Verein wurde 1913 unter dem Namen Verdi AC gegründet. Jedoch wurde der Vereinsname schnell auf den Namen der Stadt geändert. Der Verein pendelte die meiste Zeit seines Bestehens zwischen der zweitklassigen Serie B und der drittklassigen Serie C. Ende der 1960er stieg er dann in die halbprofessionellen Ligen Italiens ab.
Nachdem der Verein mehrmals Besitzer und Namen wechselte schloss er sich 1970 mit dem AC Parmense zusammen. Der Verein stieg wieder in die italienische Profiliga auf, blieb aber bis Mitte der 1980er wenig erfolgreich.
1985 übernahm der spätere italienische Nationaltrainer Arrigo Sacchi das Management des Vereins. Unter seiner Führung wurde der AC Parma Meister der Serie C1. Als der Verein im Mittelfeld der Serie B stand, wechselte Sacchi zum AC Mailand.
Sacchis Nachfolger Nevio Scala führte den AC Parma 1990 zu erstmaligen Aufstieg in die Serie A. Mit der Verpflichtung einiger talentierter Spieler aus dem Ausland formte Scala eine Spitzenmannschaft. Bereits im ersten Jahr gelang dem Team, mit dem sechsten Platz in der Serie A sich für den UEFA-Pokal zu qualifizieren.
Finanziert wurde der Erfolg durch den italienischen Nahrungsmittelkonzern Parmalat, der sich als Sponsor zur Verfügung stellte und eine 45%-Beteiligung des Vereins erwarb.
Der Erfolg des AC Parma auf nationaler und internationaler Ebene machte den Verein für zahlreiche Stars interessant. So schlossen sich die italienischen Nationalspieler Fabio Cannavaro, Gianfranco Zola, Dino Baggio und Diego Fuser dem Verein an.
Trainer Nevio Scala verließ 1996 den Verein und sein Amt wurde von Carlo Ancelotti übernommen. Mit ihm gelang 1997 mit der Vizemeisterschaft die beste Platzierung des Vereins in seiner Geschichte. Am Ende lag der AC Parma nur zwei Punkte hinter dem neuen Meister Juventus Turin.
Im Sommer wurde der Verein durch die Zahlungsunfähigkeit des Mutterkonzerns Parmalat erschüttert. Durch ein vom italienischen Industrieminister Antonio Marzano eingebrachtes Gesetz, konnte der Verein aus des Konkursmasse von Parmalat herausgelöst werden. Als Nachfolgeverein wurde der FC Parma gegründet, der den Startplatz des AC Parma in der Serie A übernahm. Der FC Parma steht für die kommenden zwei Jahre unter Gläubigerschutz.
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