Der psychoanalytische Begriff Abwehrmechanismus bezeichnet unbewusst ablaufende Reaktionen, die das "Ich" zur Abwehr unerwünschter Triebimpulse des "Es" entwickelt.
Zu den von der Psychoanalyse dargestellten Abwehrmechanismen gehören (u.a.):
Konversion: Umschlag einer unerledigten Affekterregung ins Körperliche, d.h. Ausbildung körperlicher Symptome auf Grund verdrängter psychischer Inhalte (Hysterie)
Projektion: unbewusste Verlagerung von unerwünschten Triebimpulsen, Fehlern, Schuldgefühlen, auf andere Personen, Situationen oder Gegenstände (projektive Tests)
Rationalisierung: Ersetzen nichteingestandener Es-Motive durch unwahre, aber den Normen des Über-Ich entsprechende Motive
Reaktionsbildung: Entwicklung einer dem ursprünglichen Es-Impuls entgegengesetzten Verhaltensweise
Regression: Verlagerung der Libido von einer ontogenetisch späteren auf eine frühere Sexualentwicklungsstufe als Folge schwerer Frustrationen
Diese Abwehrmechanismen sind nach psychoanalytischer Auffassung unzureichende Mittel der Problembewältigung und sollen letztlich zur Verstärkung der neurotischen Fehlentwicklung führen.
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