Abu Said Utman II. ( † 1331), siebenter Sultan der Meriniden in Marokko (1310-1331)
Abu Said Utman II. trat die Nachfolge von Abu Rabia im Merinidenreich an. Zwar gilt er als recht schwacher Herrscher, doch gewann er als großer Bauherr geschichtliche Bedeutung. So wurden unter ihm die Medressen in Neu-Fes (1320), die Madrasat as-sahridsch (1321) sowie die Madrasat al-attarin (1323) in Fes errichtet. Da die Medressen als Bildungseinrichtungen dienten, stieg Fes im 14. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum der Wissenschaft im Maghreb auf.
Allein diese starke Bautätigkeit spricht für den erheblichen wirtschaftlichen Wohlstand Marokkos unter der Regierung von Abu Said Utman II. Er förderte auch die Nachkommen der Idrisiden (Nachkommen des Propheten Muhammad) um dadurch die Legitimität der Meriniden weiter zu erhöhen. Unter seinem Nachfolger Abu l-Hasan (1331-1351) erreichte das Reich der Meriniden im Maghreb den Höhepunkt seiner Macht.
Literatur:
Lexikon der Arabischen Welt; Stephan und Nandy Ronart, Artemis Verlag, 1972
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