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Abtei Marienstatt

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Die Abtei Marienstatt liegt in der Verbandsgemeinde Hachenburg, Ortsteil Streithausen im Westerwaldkreis. Das Zisterzienserkloster, im 12. Jahrhundert gegründet, umfasst eine frühgotischen Basilika mit der größten Orgel im Westerwald, ein Restaurant, ein Buchgeschäft, ein Gästehaus und eines der renommiertesten Gymnasien in Rheinland-Pfalz, altsprachlich und in privater Trägerschaft.


Das Kloster liegt in einem Tal 3 km von Hachenburg entfernt direkt an der Nister.


Geschichte

Die Besitzungen des Klosters Marienstatt im Neuwieder Umfeld

Eine erste Nachricht der Marienstatter Klosterleute (Zisterzienser) über ihre Aktivitäten in der Grafschaft Wied liegt aus dem Jahre 1253 vor, als Burggraf Johann von Hammerstein und seine Ehefrau Hildegund dem Kloster Marienstatt Güter zu Gönnersdorf (Cunresdorf) zubrachten.


Als der Ritter Gerlach von Stebach (Stedebach, heute Ortsteil der Verbandsgemeinde Dierdorf) mit dem Willen seiner Erben dem Kloster Rommersdorf (Landkreis Neuwied) und dem Kloster zu Sayn (heute Stadtteil von Bendorf am Rhein) im Jahre 1282 seine Güter zuwandte, waren darunter nicht nur die des Ganarus von Leutesdorf (Ludinsdorp) und des Heinrich von Wollendorf (Woluindorp), sondern es wurde auch zugleich gesagt, dass die Hälfte seiner zu Heimbach liegenden Güter darin eingeschlossen wäre. Auch in Engers (heue Stadtteil von Neuwied) hatte der Genannte einige Güter inne, wo Elisabeth von Engers ein Haus mit Garten besaß. Es war Damarus von Horchheim (heute Stadtteil von Koblenz), der sich am 27. August 1285 testamentarisch festlegte, der im Dorf Vallendar, zu Dierdorf und auch in Heimbach etliche Güter besaß. Deren Erlös war teilweise zur Unterstützung u.a. auch der Reklusen zu Heimbach bestimmt. Am 7. August 1332 trifft man Dietrich von Heimbach als Zeuge bei der Ausstellung einer Urkunde.


Im Ausstrahlungsfeld der Güter des Klosterhofes zu Metternich (heute Stadtteil von Koblenz) wurden 1456 die dazugehörigen Liegenschaften genannt. Die Marienstatter Klosterleute nutzten einigen Güter bei Engers, und zwar in der Marke, die Yn deme Melme genannt wurden. Gerhart Plick hatte damals diese Güter in Pacht genommen. Er wohnte in Cunoengers. Diese Felder waren aus dem Hof zu Mülhofen herausgenommen. Die Hofleute hießen Henne Roiffer von Cunoengers, Ludwig von Weis (Wisse) und Henne Roille von Cunoengers sowie Arnolt Westerburg.


Ein Weingarten, die Katze genannt, bekamen aus der Hand des Philip Vaics die Mönche des Klosters Sayn. Der Hofmann zu Mühlhofen, Arnt genannt, sowie die Weinkaufleute Surgin von Kaltenengers (Kaldenengerß, heute Ortsteil der Verbandsgemeinde Weißenthurm) und Godart von Reul (Ril, Roil) bezeugten den rechtlichen Vorgang. Johann von Heimbach erhielt dabei ein Drieschland, beuzeugt von dem Keller Ludwig von Heimbach.


Im Neuwieder Raum konzentrierten sich die Marienstatter Besitzungen in und um Engers. Giso von Molsberg (heute Ortsteil der Verbandsgemeinde Wallmerod), der edle Herr, und seine Ehefrau Sophie sowie dessen Bruder Gerlach legten am 22. November 1292 dar, dass der Burggraf Eberhard von Aremberg (Arberch, heute Ortsteil der Verbandsgemeinde Weißenthurm) bei der Gründung des Klosters Marienstatt auch Güter, die im isenburgischen Eigentum waren, dem genannten Kloster zugebracht hatte. Diese zu Engers ausgestellte Urkunde wird wohl von bleibender Bedeutung gewesen sein. Aber es wurde diese Güter nicht namentlich aufgeführt, sondern vielmehr global vorgestellt. Die Anwesenheit der Zeugen von Isenburg und des Ritters Johann von Braunsberg geben dafür ein beredtes Zeugnis. Es siegelte auch Sophie von der Neuerburg, eine Walpodin.


Der Heddesdorfer Schultheiß Heynfried und der Irlicher Schöffe Wygand waren 1315 Zeugen, als es zwischen dem Burgmann Meffried von Braunsberg und dem Kloster Marienstatt zu einem Gütertausch kam. Das Kloster erhielt einen Weinberg, Zohoir (zwischen Hermann Dumleir und den Marienstattern) geheißen. Getauscht wurden mit Gütern zu Heddesdorf (heue Stadtteil von Neuwied), im Wydischen genannt.


Der Klosterthof Mühlhofen (Mollhoeben) geriet am 20. September 1485 wiederum in das Blickfeld, als Roil Henn, ein Engerser Bürger, dem Marienstatter Abt Friedrich tauschweise einige Stücke Land vermachte, nämlich: uff dem Stein, Kirchstucke, uff der Stemmen wiesen. Das Kloster trat die in der Engerser Marke befindlichen Güter an Roil Henn ab: auf der straßen, auff dem artlandt, baußen dem graben, uff der Affenet. Die Schöffen des Engerser Gerichts Claß und Henne Helffs sowie Heintze Schneider bezeugten diese Abmachung.


Das Kloster konnte sich auch im Neuwieder Becken der Zollfreiheit erfreuen. Am 25. November 1315 teilte der Burgmann Meffried von Braunsberg sowie dessen Ehefrau Gertrud mit, dass sie den eigentümlichen Weingarten "zo Hoir" mit Gütern zu Heddesdorf (Heydenstorf) mit Hofreite, Häusern, Weingärten, Äckern von dem Kloster auf dem Wege eines Tausches erhielten, ausgenommen war nur das Feldstück "in dem Wydische". Der Heddesdorfer Schultheiß Heynfried war Zeuge dieses Tausches gewesen. Somit gab es fortan zu Heddesdorf den Braunsberger Hof, während die Marienstatter Klosterleute auf den Raum um Gönnersdorf und Feldkirchen (heue Stadtteil von Neuwied) verwiesen wurden. Wilhelm von Braunsburg wußte am 20. März 1335 zu berichten, dass der Schultheiß von Feldkirchen, Greuse genannt, auf Bitten des Johann von Miesenheim (heue Stadtteil von Andernach) den Weingarten "Langenberg" verkauft hätte. Dieser Weinberg läge innerhalb des Gerichts von Feldkirchen. Die Zeugen kamen damals aus Gönnersdorf, Fahr und von dem Hof (houe).


Bedeutsam wurde die Übertragung, die Arnold von Dernbach, ein Isenburger Burgmann, und seine Frau Phye (Sofie) am 31. Mai 1376 vornahmen. Sie vermachten zu dieser Zeit ihre Gülte dem Kloster Marienstatt. Besonders zu Hüllenberg bestimmten die Klosterleute den Gang der Geschichte.


Wilhelm Hoylgin und sein Sohn Heinrich nutzten 1448 den Weingarten "uff Reinhelden", den sie gegen den Weingarten Langenberg tauschten.


Weblinks

Homepage der Abtei Marienstatt


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