Aachener Printen sind eine Art Lebkuchen die ihren Ursprung in Aachen haben. Dort sind zahlreiche Printen- und Schokoladenhersteller angesiedelt.
Vermutlich sind die ersten Printen um 1620 im belgischen Dinant gebacken worden, wo sich die erste Backstätte für Gebildbrot befand.
Aachener Printen werden nicht wie die Nürnberger Lebkuchen mit Honig gesüßt, sondern seit etwa Anfang des 19. Jahrhunderts mit Sirup aus Rübenzucker. Der Wildblütenhonig, der vorher aus Amerika importiert wurde, stand wegen der Kontinentalsperre nicht zur Verfügung, und auch Rohrzucker gab es nicht. Napoleon förderte aber den Anbau von Zuckerrüben, und so nutzte man diesen zur Herstellung. Der Teig wurde durch den Sirup zäher und der Geschmack bodenständiger, und aus Tradition blieb man dabei.
Die genauen Rezepte, besonders die Würzmischungen der Printen, werden von den Öcher Printbäckern streng geheim gehalten. Meist werden Anis, Nelken, Kardamom und Orangeat verwendet, aber auch Piment, Ingwer, Koriander und andere exotische Gewürze.
Literatur
Kittelberger, Karl F.: Lebkuchen und Aachener Printen : Geschichte eines höchst sonderbaren Gebäcks. - Aachen : Meyer & Meyer, 1988. - ISBN_3-89124-069-4
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