Strukturelle Monochromie, analytische Malerei, Fundamental painting, Bezeichnungen für eine künstler. Richtung der 1970er Jahre, deren Vertreter die Grundstrukturen der Malerei untersuchen und die 'Sprache' des Mediums Malerei analysieren wollten - analog etwa den Bestrebungen der Minimal art für Objekte. Erstes Grundelement ist danach der Farbraum, am besten zu untersuchen an der Einzelfarbe (Monochromie), v.a. dem Weiß. Seine Struktur erhält das Bild durch die Malgeste, mit der die einzelnen Farbstriche seriell, mit feinsten Nuancen, aufgetragen werden. Zur Grundstruktur gehört auch der Malgrund, elementar dargeboten in der bloßen Leinwand. Der Herstellungsprozeß wird nicht unterschlagen, sondern soll entscheidenden Einfluß auf das bildner. Ergebnis nehmen. Promotor der Richtung ist G. Graubner, der Meister der Monochromie. Weitere Hauptvertreter und Theoretiker: W. Gaul, R. Girke, R. Ryman, G. Zappetini. Ferner: Alan Green, U. Erben, E. Hoschen, C. Olivieri; mit einem Großteil ihres Werkes K. Gonschior, R. Jochims.
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