Stadtbaukunst 4, die S. der Renaissance entwickelte ein neues Konzept der Stadt als Gesamtkunstwerk, gestaltete durch Regelmäßigkeit, Symmetrie, Harmonie. Als Folge neuer Waffentechnik (Feuerwaffe) entstanden konzentrierte (runde) Grundrisse, wie etwa Filaretes Idealstadt mit strahlenförmigen Straßen, zentralem Platz oder Zentralbau. Daneben existierten auch Rechtecksysteme. Auch nach Rückgang der militär. Funktion (aber Zunahme der wirtschaftlichen Bedeutung, Verwaltung, Steuern u.ä.) blieb das radiale System der Renaissance Muster für Stadtneugründungen oder -erweiterungen: das Schloß wurde Zentrum radialer Straßenanlagen, Fassadengestaltung wurde einheitlich geregelt. Die klassizist. S. übernahm von der Renaissance die Regelmäßigkeit, ließ aber für das Einzelbauwerk mehr Autonomie zu. Es blieb die Zusammenfassung des städt. Raumes durch große Achsen mit einzelnen Blickpunkten und mit der Abgrenzung der Stadt zum Umland (Randstraßen, Torhäuser).
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