Speyerer Dom, der erste der drei rhein. Kaiserdome; die größte Kirche der Frühromanik (Gesamtlänge 133 m). Grablege von 8 Königen und Kaisern des Hl. Röm. Reiches. Der erste Bau begann unter Konrad II. und Heinrich III. zw. 1024 und 1033. Es war eine flachgedeckte Pfeilerbasilika mit hoher, in drei Portalen unter einem Westoratorium sich öffnender Vorhalle. Der Ostchor war fast quadratisch und hatte einen einzigen Turm. Die 2. Bauperiode lag etwa zw. 1082/1112. Die Bischöfe Benno von Osnabrück und Otto von Bamberg waren die Baumeister. Das Mittelschiff erhielt Gratgewölbe und wurde in quadrat. Joche aufgeteilt unter Verstärkung jeder zweiten Pfeilervorlage. Der S.D. ist die älteste ganz große, durchgehend mit Kreuzgewölben versehene Basilika des roman. Stils. Auch die Ostapsis, die äußere Querhausarchitektur, der östliche Vierungsturm und die endgültige Gestalt der Krypta sind auf diese 2. Bauperiode zurückzuführen. Der Brand von 1159 erforderte eine 3. Periode, aus der das Gurtrippengewölbe des Querhauses, die erneuerte Vierungskuppel und die Fortsetzung der Zwerggalerie um Quer- und Langhaus stammen. Der Dom wurde 1689 durch die Franzosen verwüstet, durch F. Neumann1774/1792 wiederhergestellt, 1793 abermals durch die Franzosen zerstört und 1852 durch Hübsch restauriert, wobei der Westbau Neumanns nüchterner gestaltet wurde, 1957/1972 erfolgte eine Restaurierung, die den Dom innen wie außen in seiner roman. Form wiederherstellte. Die Dom-Ausstattung ist im Verlaufe der bewegten Geschichte des Bauwerks fast völlig vernichtet worden.
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