Selbstporträt, auch Selbstbildnis, Selbstdarstellung eines bildenden Künstlers; kommt seit dem frühen Mittelalter vor, z.B. am Handwerkszeug oder an einer Beischrift erkennbar. Bed. Beispiele gab es zunächst in der Plastik: Baumeister-S.s von P. Parler oder E. von Steinbach. Als künstler. Anliegen entwickelte sich die individuelle Porträtähnlichkeit etwa im 14. und 15. Jh., indem sich Maler als Assistenzfiguren religiöser Szenen darstellten (S. Botticelli, D. Ghirlandaio, F.F. Lippi, Raffael). Erst bei A. Dürer und Rembrandt wurde das S. zu einem eigenständigen Bildthema. Die Problematik der Stellung eines Künstlers in der modernen Gesellschaft führte zu zahlreichen Selbstdarstellungen in der Malerei des 19. und 20. Jh. (u.a. P. Cézanne, M. Beckmann, V. van Gogh, P. Modersohn-Becker, E. Munch).
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