Schwetzingen, Stadt im oberrhein. Tiefland (Baden-Württemberg) in fränk. Zeit gegr., erstmals 766 erwähnt; Lustschloß der pfälz. Kurfürsten, hervorgegangen aus einer 1689 verwüsteten mittelalterlichen Burg. Die Wiederherstellung und Erweiterung des Barockschlosses war 1716 beendet. Der verwüstete Schloßpark wurde durch J. Belling 1722 neu angelegt, erhielt durch A. Petri 1748 ein frz. Gepräge. Daran schließen sich seit 1776 die engl. Gärten an, auf die frz. Achssysteme verzichtend und die bildmäßige Landschaftsstaffage herausarbeitend. Rechts und links vom Schloß Zirkelbauten mit niedriger, gebogener Konzeption und aufs engste verbunden mit dem Garten durch die verglasten Fronten. In einem Trakt war die Orangerie untergebracht, in dem anderen Speise- und Spielsaal. Hinter der Orangerie das Rokokotheater, 1752 von Pigage errichtet. Nach Entwürfen von Pigage entstanden in den engl. Gartenanlagen künstl. Tempelruinen, das Badhaus, der Apollotempel mit einem Naturtheater, Teiche mit Inseln und Brücken; dazw. immer wieder einzelne Statuen und Figurengruppen von Grupelle, Linck, Verschaffelt.
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