schweizerische Kunst 3, Renaissance: Italien. und frz. Einflüsse wurden verarbeitet; in der Malerei nur wenige bed. Künstler, darunter zu Beginn des 16. Jh. H. Holbein d.J. (aus Augsburg) in Basel und in der 2. Hälfte des 16. Jh. T. Stimmer aus Schaffhausen (Fassadenmalerei, Haus zum Ritter, Schaffhausen, 1567/1570); allerdings hatte die Glas- und Wandmalerei dieser Zeit mit Urs Graf (Basel), N. Manuel (Bern), Hans Leu (Zürich) eine spezielle schweizer. Blüte (ebenso Druckgraphik). Eine Besonderheit der schweizer.Renaissance-Kunst sind die Kabinettscheiben (Solothurn, 1470 ff.). Die Profanarchitektur entwickelte sich erst in der 2. Hälfte des 16. Jh. (Ausnahme: Basel mit Stadttoren, Brunnen, Rathaus bereits seit 1504 ff.); durch Aufblühen städt. Kultur entstand ein typ. Renaissancestil in der profanen Baukunst (Befestigungsanlagen mit repräsentativen Toren, Rathäusern (in Murten, Romont, Solothurn, Luzern, Schaffhausen), mit Zunfthäusern (in Basel Geltenzunfthaus, 1578, und Spißhof, um 1580), mit Patrizierhäusern (Ritterscher Palast in Luzern, 1556/1561; Stockalper Palast in Brig, 1658/1678). Arkadengänge und Brunnen finden sich in Luzern, Bern, Freiburg. Die Sakralarchitektur schuf bemerkenswerte Kirchen (Lugano, S. Lorenzo; Hofkirche in Luzern u.a.). Basel wurde führendes Zentrum der Goldschmiedekunst, und auch die Holzschnitzkunst entwickelte sich.
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