schön 2, eine andere Tradition wurde durch Aristoteles begr., der das Schöne auch als Kategorie des Seins, als Übereinstimmung mit dem Ideal bezeichnet und es rational als durch Ordnung, Symmetrie und Abgrenzung gestaltet beschreibt; das Schöne wird als Gegenstand ästhet. Beurteilung begriffen. Im Humanismus wird die Natur als Chaos dem gestalteten Schönen gegenübergestellt. Leibniz' Definition des Schönen als 'Einheit in der Mannigfaltigkeit' findet sich (durch die Annahme einer inneren Ordnung) in der Strukturanalyse der modernen Kunstwissenschaft wieder. Dieses Verständnis von Harmonie bzw. Einheit in der Vielfalt bestimmt aber immer seltener das moderne künstler. Schaffen, das sich durch Verzicht auf Mannigfaltigkeit, durch Reduktion ästhet. Strukturen, durch Abweichen von harmon. Gestaltung, durch gezielte Grenzüberschreitungen eher einer traditionellen Bestimmung des Schönen entzieht.
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