Schmuck, zierende, verschönende Gegenstände, Formen, Farben, alltäglich oder zu Festtagen getragen. Man unterscheidet Körper-S., d.h. Körperbemalung (das heutige Schminken), Narbenzeichnung, Tätowierung, Körperdeformation und Haar- und Barttrachten, und beweglichen S. gegenständlicher Art, einzelne Körperteile oder den ganzen Körper betreffend. - Schon in der Frühzeit war S. mündlich tradierten oder schriftlich fixierten Vorschriften unterworfen (Kleiderordnungen, Kriegs- und Friedens-S., S. von Häuptlingen und Zauberern, usw.). Ähnliches ist auch aus der Antike, dem Mittelalter und der heutigen Zeit bekannt. - In der Steinzeit bestand das S.-Material aus Steinen und Knochen, in der späten Jungsteinzeit gab es schon Metall-S. (aus Gold, Silber, Bronze). Ägypt., myken., griech. und auch etrusk. Funde belegen, daß das Treiben von Goldblech, Filigran und Granulation zu den frühen Techniken der S.-Herstellung gehörten. Das alte Ägypten brachte bereits Gold mit farbigen Glaspasten und S.-Steinen zusammen. Der. S. der röm. Kaiserzeit zeichnete sich bes. durch geschnittene und gravierte Edelsteine aus. Die byzantin.|Kunst bevorzugte die Gestaltung von Email-S. Bes. ornamentale Gestaltungsfähigkeiten belegen die vielfältigen Formen german. und kelt. Fibeln. - In der Neuzeit entstand neben dem wertvollen S. auch sog. Mode-S. aus billigeren Materialien (z.B. Glas).
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