schattieren, in Graphik und Malerei, stilgeschichtlich bedingt; setzte sich in genauer Anpassung an die Lichtführung erst in der Renaissance durch. Wird nur mit linear arbeitenden Instrumenten, wie Feder, Grabstichel, Radiernadel, Stift, schattiert, werden demnach Flächen durch Linien vorgetäuscht, so ergeben sich die verschiedensten Arten: Diagonal-, Horizontal- und Vertikalschattierungen mit einer Schar gerader paralleler Linien, sowie deren Durchkreuzung mit einer zweiten Schar paralleler Linien, sog. Kreuzlagen (seit dem späten 15. Jh. angewandt). Schattierungen entstehen auch durch geschwungene Linien, durch Häkchen und Punkte. Bes. streng waren solche Schattierungssysteme im Kupferstich ausgeprägt.
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