rumänische Kunst, im Mittelalter entwickelte sich in den Fürstentümern Moldau und Walachei (dem heutigen Rumänien zugehörig) eine eigenständige r.K.; Siebenbürgen wurde erst 1919/1920 Rumänien angeschlossen und konnte durch ständige Kontakte mit mitteleurop. Kunstzentren und -bewegungen eine gewisse Eigenständigkeit pflegen. Roman. und got. Kirchenbauten entstanden an den kath. Bischofssitzen (Dom in Karlsburg, 1242/1291) und in den sächs. Kolonistengemeinden. Gegen die Türken wurden ab dem 14. Jh. typ. Kirchenburgen gebaut. Zu dieser Zeit waren Moldau und Walachei von der byzantin.|Kunst mitgeprägt. In der Walachei bildeten sich überkuppelte Sonderbauformen heraus (z.B. Klosterkirche in Dealu, 1499). Eine eigenständige nationale Leistung stellt in der Moldau-Region das gestaffelte sog. moldauische Gewölbe dar (z.B. Kirche Sfintu Cruce in Patrauti, 1487), bis ins 18. Jh. ein gestaltendes Bauelement. - Die Blütezeit der rumän. Malerei lag im 16. Jh., im wesentlichen geprägt durch strenge Fresken und Ikonen (Curtea de Arges). Typisch aus dieser Zeit sind auch umfangreiche Freskenzyklen an den Außenwänden moldauischer Kirchen und Klöster. - Den bedeutendsten rumän. Beitrag zur modernen Kunst leistete der Bildhauer C. Brancusi z.B. mit dem Skulpturenensemble in Tirgu Jiu (1937).
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