römische Kunst 3, ein weiterer Schwerpunkt röm.Architektur war die dekorative Fassadenbildung an Theaterbauten u.a. Die Weiterentwicklung der Axialität verbesserte die räumliche Organisation der Stadtarchitektur, was sich im System der Fernstraßen (Via Appia), der Aquädukte, aber auch im Podiumtempel, Terrassenheiligtum, im Hausbau und in den Foren ausdrückte. Die oligarch. Struktur der röm. Gesellschaft förderte den luxuriösen (Privat-)Hausbau; das einst geschlossene Atriumhaus wurde seit dem 1. Jh. v.Chr. um griech. Elemente (Peristyle, Exedren, Loggien) erweitert und mit Plastiken, Brunnen, Steintischen, Wandmalereien, Nymphäen u.a. dekoriert. Die kaiserlichen Paläste (Hadriansvilla) strebten nach einer künstlich gestalteten, weitläufigen Umwelt; überdimensionierte Raumfolgen, prunkvolle Ausstattungen wurden als schöne Scheinwelt (Trajans- und Caracallathermen, Rom) errichtet. Aber neben dem Pantheon schuf die röm.Architektur auch rationale Zweckbauten (Mietshäuser); traditionalist. Monumentalarchitektur vermischte sich z.T. mit einfachem Pathos (Diokletiansthermen, Maxentiusbasilika). Die frühchristl. Kirchen (5./6. Jh.) zeigten diese Tendenz zur räumlichen Einfachheit.
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