polnische Kunst 2, Plastik: Frühe Zeugnisse sind die Gnesener Bronzetür und Reliefsäulen von Strzelno (ca. 1170); 14. und 15. Jh. Königsgräber des Krakauer Doms (Veit Stob schuf 1492 das Grabmal Kasimirs IV. und 1477/1489 den Marienaltar für die Marienkirche von Krakau); im 17. Jh. bes. Bedeutung des Frühwerkes von A. Schlüter. - Malerei: in got. Zeit verschiedene, rivalisierende Einflüsse aus Böhmen und dem östlich-byzantin.|Bereich; im 16. Jh. H. von Kulmbach, Dürer aus Nürnberg in Krakau, Entwicklung einer Krakauer Lokaltradition; ab Ende des 16. Jh. Einflüsse aus ital.Renaissance und (bis Ende des 18. Jh.) Herausbildung des sog. sarmat. Stils mit oriental. Aspekten; Übergang vom Rokoko zum Realismus des 19. Jh., gekennzeichnet im Werk J.P. Norblins (*1745, +1830); wichtigste Vertreter des Realismus der Romantiker P. Michasowski, der Historienmaler J. Matejko, die Landschaftsmaler M. und A. Gierymski; Überleitung zur Moderne durch Symbolisten wie J. Malczewski und mit russ. Einflüssen zu einem spezif. poln. Konstruktivismus (W. Strzemicski, *1893, +1952; H. Berlewi, *1894, +1967; K. Kobro, *1898, +1951; u.a.); nach 2. Weltkrieg experimentelle Offenheit in Malerei und Plakatkunst (z.B. T. Kantor, *1915).
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