persische Kunst 2, der Sassanidenzeit folgte die Kalifenzeit (651/1250) mit 6 verschiedenen Dynastien (z.T. gleichzeitig). Die Moschee kam als Kultbau nach Persien. Goldenes Geschirr wurde verboten, und glasierte Keramik nahm einen großen Aufschwung; bed. die Naischaburware mit schwarzem Dekor auf weißem Grund und die Lüsterkeramik von Kaschan und Rai (12./13. Jh.). Während der Samaniden- und Seldschuken-Dynastien wurden Mausoleen und Großbauten (wie Paläste, Moscheen, Medresen) errichtet, mit charakterist. zweischaliger Kuppel, rechteckigem Hof und vier Iwanhallen. In der nachfolgenden Mongolenzeit (nach Invasion unter Dschingis Kahn von 1220/1350) entstanden trotz mongol. Verwüstungen neue Zentren p.K. an den Fürstenhöfen Herat, Soltanijje, Isfahan. Die traditionelle Kunst der Seldschuk-Dynastie wurde weiter gepflegt, fernöstliche Motive (Tierfiguren u.a.) weiterentwickelt, und unter Timur-Leng und den Timuriden (15. Jh.) wurden in Samarkand das Gur-Emir-Mausoleum und Medresen mit Fayenceverkleidung (Registanplatz) erbaut. In der Malerei dieser Periode dominierte die aus älteren Überlieferungen hervorgegangene Miniaturmalerei in Herat, Täbris, Schiras. Neben hochentwickelter Keramikproduktion (Lüsterfliesen und -gefäße, Relieffliesen, Tier-, Menschenfiguren) existierte die Tauschierkunst (Mossul). Während der Dynastie der Safawiden (1501/1722) wurde die Architektur sehr gefördert (bed. Bauwerk: Lotfollah-Moschee mit Fayenceverkleidung). In der ersten Hälfte des 16. Jh. entwickelte sich eine Blüte der Buchmalerei. Die weltweite Verbreitung des Perserteppichs geht auf die in dieser Periode geschaffenen Isfahanteppiche zurück.
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