ottonische Kunst, dt. Kunst unter den Ottonen, im letzten Drittel des 10. Jh. und im 1. Drittel des 11. Jh. Das Zentrum der o.K. lag im kaiserlichen Stammland Sachsen (Magdeburg). Weitere Schwerpunkte waren Essen-Werden, Fulda, Hildesheim (bernwardin. Kunst), Köln, Regensburg, Reichenau, Trier. Die Baukunst entwickelte einen für die dt. Kunst bis zur Gotik verbindlichen Kirchentyp (z.B. Hildesheim, Sankt Michael). Byzantinisches beeinflußte aufgrund der Heirat Ottos II. mit der byzantin.|Prinzessin Theophanu die Architektur nicht unwesentlich (z.B. Emporenkirche Gernrode, ehemalige Kanonissenstiftskirche). Typisch wurden jetzt ungegliederte Wandflächen, mit Wandmalereien verziert, und flache Holzdecken. Die Goldschmiedekunst war sehr lebendig und bewegt. Es entstanden Bronzetüren (als Reliefplastik, Hildesheimer Bronzetür) und die ersten fast vollplast. Kultbilder (Gerokreuz im Kölner Dom). Höhepunkt der o.K. waren die um 1000 entstandenen Miniaturen der Reichenauer Schule (Miniaturmalerei), auch unter starkem Einfluß Ostroms.
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