niederländische Kunst 5 (17. Jahrhundert), klass. barocke Bauwerke des 17. Jh. wurden von H. und P. de Keyser in Delft (Grabmal Wilhelms II. von Oranien, Nieuwe Kerk, 1614/1622) und von J. van Campen und P. Post in Den Haag (Mauritshuis, 1633/1644) geschaffen. Das 17. Jh. ist in der n.K. das große Jh. der Malerei, die sich allmählich von Romanismus und Manierismus emanzipierte und als Ausdruck revolutionären, bürgerlichen Selbstbewußtseins einen eigenen Stil entwickelte (holländ. Schule). Anfang des 17. Jh. wurden von den sog. Utrechter Caravaggisten (H. Terbruggen, G. von Honthorst) noch ital. Einflüsse (Caravaggio) aufgearbeitet; das war aber eine Sondererscheinung. Die Herausbildung einer eigenständigen holländ. Malerei geschah mit den Porträts und lebendigen Gruppenbildern des Frans Hals (Haarlem), mit den farblich warmen, klaren und hellen Interieurs Vermeer van Delfts, mit den Landschaften (Tonmalerei) Jan van Goyens (Leyden, Den Haag); daneben standen hochspezialisierte Künstler wie Porträtmaler (M.J. van Mierevelt), Maler von Stilleben (W. Kalf, W.C. Heda, P. Claesz), Tiermaler (P. Potter, P. Wouvermans). Genremalerei, die das Bürgertum darstellte, schufen G. Terborch, der kostbar gekleidete Bürger malte, P. de Hooch, der in Delft Vermeer als Interieurmaler folgte, J. Steen, der ausgelassene Familienfeste darstellte, G. Metsu, N. Maes mit anekdot. Themen; bäuerliche Genremalerei (freundliche Wirtshausszenen) schufen A. von Ostade und P. Saenredam, E. de Witte malten Kircheninnenräume (Architekturbild).
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