Mosaik 2, seit dem 4. Jt. werden farbige M.en hergestellt (Innin-Tempel, Uruk, Babylonien), ab -2,500 v.Chr. auch schon Würfelm.e (tesserae) aus Perlmutter, Lapislazuli u.a.; seit dem 5. Jh. v.Chr. sind griech. Boden-M.en aus Kiesel (schwarz, weiß) nachgewiesen, in hellenist. Zeit (2. Jh. v.Chr.) dann ergänzt um farbige M.en (Pergamon, Delos mit Wand-M.). Große Boden-M.en mit mytholog. und bukol. Motiven mit rahmender Ornamentik finden sich aus röm. Kaiserzeit (Alexander-M., Pompeji, ca. -100 v.Chr.), auch das Wand-M. in Thermen, Brunnen; in Rom gab es die Konzentration auf das Schwarz-Weiß-M., während in den röm. Provinzen im 2.-6. Jh. das farbige M. (z.B. M.zyklen bei Piazza Armerina, Sizilien) dominierte. Spätröm. M.en mit z.T. bereits christl. Gehalt leiten über zum frühchristl. Wand-M. aus Glassteinen und Goldplättchen mit religiösen Motiven (S. Maria Maggiore, Rom, 2. Viertel des 5. Jh.) und zur byzantin.|M.kunst (so in Ravenna, S. Vitale, S. Appollinare Nuovo, 6. Jh.; in Saloniki, Hagios Demetrios, 7. Jh.; in Aachen, 8. Jh.; in Kiew, Sophienkathedrale, 11. Jh.), deren zweite Blütezeit vom 11.-13. Jh. lag (Hosios Lukas, 1. Drittel des 11. Jh.; Daphni, um 1100). Im 12. Jh. entstanden ital. M.zyklen in Sizilien (Cefalù, Palermo, Monreale), Venetien (San Marco, Murano, Torcello), im 13. Jh. in Florenz (M.en des Baptisteriums). Die Deesis der Hagia Sophia (13. Jh.) und die M.en des Choraklosters (14. Jh.) im heutigen Instanbul sind späte mittelalterliche, byzantin.|Zeugnisse der dritten Blütezeit der sog. paläolog. Renaissance.
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