Kobell Wilhelm von (seit 1817), dt.Maler und Radierer, *Mannheim 6.4.1766, +München 15.7.1855, bed. Schlachtenmaler der Münchner Schule, Sohn und Schüler von Ferdinand Kobell, seit 1792 in München tätig, 1808 Prof. der dortigen Akademie, malte Tierbilder, Landschaften, Schlachtenbilder, Porträts. In seinem Stil von der holländ. Malerei des 17. Jh. ausgehend, gelangt er später selbständig zu Luft- und Lichtproblemen, denen auch die Romantiker, etwa C.D. Friedrich, nachgingen. Künstlerisch am bedeutendsten sind seine Schlachtenbilder, auf denen die Landschaften mit weitem Horizont voll atmosphär. Stimmung sind, ferner kleinfigurige Bildnisdarstellungen vor landschaftlichem Hintergrund und seine ausgezeichneten Radierungen. Hauptwerke: 'Die Furt' (1799, Kassel, Museum). 'Pferderennen zu München' (1811, München, Stadtmuseum). 'Belagerung von Kosel' (1808, München, Neue Pinakothek). 'Ansicht vom Tegernsee' (1838, München, Neue Pinakothek). Das graph. Werk K.s umfaßt 134 Blätter.
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