Klee, Paul, dt.Maler und Graphikerschweizer. Herkunft, *Münchenbuchsee b. Bern 18.12.1879, +Muralto b. Locarno 29.6.1940, Hauptmeister der abstrakten Kunst (siehe abstrakte Kunst), studierte in München bei Knirr und Stuck, kam mit den Künstlern des 'Blauen Reiters' in Berührung, befreundete sich mit Kandinsky, der Einfluß auf ihn hatte; auf Reisen nach Paris kam er mit Picasso, Apollinaire, Delaunay, dessen Aufsatz über das Licht er (für Waldens 'Sturm') übersetzt hat, in Berührung, wurde mit der MalereiCézannes, van Goghs und Matisses bekannt; 1914 Reise nach Tunis mit Macke und L. Moilliet, die für seine Entwicklung entscheidend war; 1920/1931 dem Bauhaus Weimar (später Dessau) angehörend, 1931/1937 Prof. der Akademie Düsseldorf, seit 1937 in Bern lebend. In seiner Kunst kam K. zu einer ersten rein zeichner. Stilstufe, in der er groteske Szenen in einer von Kubin und Ensor bestimmten Art schuf; später ging ihm der Sinn für die Farbe auf (Tunisreise), und er gelangte zu einer hintergründigen Zeichensprache für eine vorgestellte Welt; mit unerschöpflicher Phantasie schuf er sich seine eigene Symbolsprache, in der sich auch K.s dichter. und musikal. Fähigkeiten äußern. K. ist vertreten in den Galerien Bremen, Köln, Bern, Essen, Stuttgart, Berlin, Basel, Zürich, New York und vielen anderen, als Zeichner in fast allen Kabinetten Europas und der USA. Von ihm erschienen: 'Pädagogisches Skizzenbuch' (1925), 'Tagebücher', hrsg. v. F. Klee (1956), 'Das bildner. Denken', hrsg. v. J. Spiller (1956).
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