japanische Kunst 3, die Malerei seit der Heian-Zeit: Vor dem Hintergrund der feudalen höf. Kultur der Heian-Zeit (784/1192) entstand der nationale jap. Stil (Jamato-E) mit seinem Schwerpunkt auf Ästhetischem und Dekorativem. Die Illustration erzählender Bilderrollen (Makimono) und eine realist.Porträtmalerei entwickelten sich in dieser Epoche. Der Einfluß des Zen ließ eine neue, an der chin. Tuschmalerei der Sung- und Yüan-Zeit orientierte Kunstrichtung entstehen. Prägend für den akadem. Stil der Kano-Schule war bis ins 19. Jh. die jap. Tuschmalerei (Suiboku oder Sumi-E), deren bedeutendster Vertreter Sesschu (*1420, +1506) war. Im 16. Jh. entstand aus der Vermischung von Suiboku-Technik und Farbenmalerei des Jamato-E der große 'dekorative Stil' (Korin, *1658, +1716). In der Tokugawa-Zeit (1603/1867) hatte das aufstrebende Bürgertum starken Einfluß auf die j.K., deren Farbholzschnitte (von Utamaro, Hiroschige, Hokusai u.a.) weltweit berühmt wurden. Die Öffnung Japans nach dem Westen hin (Meidschi-Zeit, 1868/1912) bewirkte, daß jap.Maler versuchten, ihre kalligraphisch geprägte Malerei mit dem westlichen Stil zu verbinden. Kunsthandwerk: Früh entwickelte die j.K. innerhalb des Kunsthandwerks eine hohe künstler. Eigenständigkeit, wobei bes. die Lackmeister mit ihrer perfekten Technik der Lackmalerei herausragen.
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