italienische Kunst 08, Bildhauer wie B. Cellini und G. da Bologna wandten sich in der 2. Hälfte des 16. Jh. von den Stilmitteln der Renaissance ab und schufen mit expressiven Darstellungsformen eine manierist. Kunstsprache. Die Malerei erlebte in der Renaissance eine Blütezeit, wobei sich bes. das urspr. religiös geprägte Tafelbild neuen, profanen Inhalten öffnete: dem Porträt bei Raffael ('Sixtinische Madonna'), der Landschaft bei Leonardo, dem Stilleben bei I. de' Barbari und den mythologisch beeinflußten Bildern Botticellis ('Der Frühling', 'Geburt der Venus'). In der Linearperspektive als 'symbol. Form' zeigte sich die der Rationalität verpflichtete Denkungsart der Renaissance, die in einer naturwiss. ausgerichteten Idealwelt Mensch und Natur als harmon. Ganzes sah. Bes. deutlich wird diese Haltung in den Werken Masaccios (Zinsgroschen-Fresko, Brancacci-Kapelle, Florenz, 1427), P. Uccellos, F. Lippis und A. Castagnos. Die Anwendung korrekter Farb- und Luftperspektive durch Piero della Francesca und Leonardo entzog die Malerei den naturalist. Anfängen und hauchte ihr Atmosphäre ein. Licht und Farbe wurden zum idealen Medium erhoben, in der venezian. Malerei gar zum Träger visionärer Darstellungen Arkadiens (Giorgione; Tizians 'Pietà', 1573/1576). In der Hochrenaissance gelang es für kurze Zeit, klass. Ideale mit naturwiss. Erfahrung in eine harmon. Ordnung zu fügen, bes. in den Werken von Raffael, Leonardo und Michelangelo. Das expressive Herausarbeiten einzelner Darstellungsmittel in der manierist.Malerei bei Tizian, Tintoretto, G. Romano und Bronzio zeigte erste Tendenzen des Barock. Als Übergang der Renaissance zum Barock gelten die Deckenmalereien von Correggio.
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